Skifahrer stürzt in Kals 100 Meter in Rinne ab, Kletterer geriet in Notlage

Die Crew des Notarzthubschraubers Martin 4 musste am Mittwoch in Osttirol mehrmals ausrücken: In Kals wurde ein schwerverletzter Tscheche aus einer Rinne geborgen, in Virgen ein Kletterer aus der Notlage befreit.

Kals, Virgen - Bei einem Skiunfall in Kals am Großglockner ist ein Tscheche am Mittwoch schwer verletzt worden. Der 45-Jährige war am Vormittag im Skigebiet in Richtung Mittelstation gefahren, als er auf rund 2500 Meter Seehöhe stürzte. Der Mann geriet über den Pistenrand hinaus und stürzte in einer steilen Rinne rund 100 Meter in die Tiefe.

Der Tscheche wurde vom Notarzthubschrauber Martin 4 mittels Tau geborgen und in die Uni-Klinik Innsbruck gebracht.

Ebenfalls am Mittwoch musste ein 38-Jähriger in Virgen aus einer alpinen Notlage befreit werden. Der Mann wollte gemeinsam mit einem 62-jährigen Kollegen eine Ski- bzw. Klettertour zum Kosachkofl unternehmen. Der Älterer kletterte dabei voraus, sein jüngerer Kamerad folgte in einem Abstand von ca. 50 Metern. Auf einer Höhe von 2350 Metern kam der 38-Jährige „aufgrund Ausbrechen von Haltegriffen“ nicht mehr weiter und stieg darauf einige Höhenmeter zurück, um auf einen sicheren Standplatz zu gelangen. Seinem vorauskletternden Kollegen konnte er aber keinen Hinweis über seine Notlage mehr geben. Zwischenzeitlich gelangte der 62-Jährige zum Gipfel des Kosachkofl. Als sein jüngerer Begleiter nach längerer Zeit immer noch nicht zum Gipfel gelangte, schlug er Alarm und alarmierte die Polizei.

Die Crew des Notarzthubschraubers Martin 4 startete einen Suchflug und konnte den 38-Jährigen im Nordwandbereich wahrnehmen. Mittels Taubergung wurde dieser aus seiner Notlage befreit und nach Matrei geflogen. (TT.com)


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