USA bewerten Syrien-Beobachtermission zurückhaltend

„An einigen Orten, an denen die Beobachter unterwegs sind, sehen wir positive Signale, aber sie reichen nicht aus“, sagte die Sprecherin des US-Außenministeriums, Victoria Nuland.

Washington – Wenige Tage nach dem Start der Beobachtermission in Syrien haben sich die USA zurückhaltend über den bisherigen Erfolg geäußert. „An einigen Orten, an denen die Beobachter unterwegs sind, sehen wir positive Signale, aber sie reichen nicht aus“, sagte die Sprecherin des US-Außenministeriums, Victoria Nuland, am Donnerstag. Derweil gehe das Regime weiter gewaltsam gegen das eigene Volk vor.

Nuland hob jedoch hervor, dass erst ein Teil der von der Arabischen Liga vorgesehen 150 bis 300 Beobachter im Land unterwegs sei. „Wir sollten sie weiter versuchen lassen, ihre Leute zu entsenden und dann sehen, ob ihre Zahl ausreicht“, sagte sie.

Landesweit wurden am Donnerstag nach Angaben Oppositioneller mindestens 29 Menschen von Regierungstruppen getötet, viele in den Protesthochburgen Homs und Hama. Am Stadtrand von Damaskus sollen Sicherheitskräfte des Regimes von Präsident Baschar al-Assad das Feuer auf Demonstranten eröffnet haben, als eine Delegation von Beobachtern der Arabischen Liga in die Gegend kam.

Aktivisten äußerten heftige Kritik an der Friedensmission. Vor allem Bemerkungen des Missionschefs Mustafa al-Dabi sorgten für Empörung unter den Assad-Gegnern. Der sudanesische General war nach einem Besuch in der seit Wochen unter Beschuss stehenden Stadt Homs mit der Aussage zitiert worden, dass er dort nichts Besorgniserregendes gesehen habe. (APA/dpa)


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