US-Regierung verurteilt Chavez‘ Bemerkungen zu Krebs

Die Bemerkung sei „erschreckend und verwerflich“, sagte die Sprecherin des US-Außenministeriums Victoria Nuland.

Caracas – Die US-Regierung hat die Spekulation des venezolanischen Präsidenten Hugo Chavez über eine mögliche Verwicklung der USA in die Krebserkrankung lateinamerikanischer Staatschefs verurteilt. Die Bemerkung sei „erschreckend und verwerflich“, sagte die Sprecherin des US-Außenministeriums Victoria Nuland am Donnerstag vor der Presse in Washington.

Chavez hatte am Mittwoch nach der Diagnose von Schilddrüsenkrebs bei der argentinischen Präsidentin Cristina Kirchner öffentlich gefragt, ob die USA bei südamerikanischen Staatsführern gezielt Krebs verursachen. „Wäre es so seltsam, wenn sie eine Technologie entwickelt hätten, um Krebs zu verursachen, ohne dass jemand es weiß?“, fragte Chavez.

Ein Sprecher von Kirchner hatte am Dienstag mitgeteilt, dass die 58-Jährige unter Schilddrüsenkrebs leide. Chavez wurde in den vergangenen Monaten selbst wegen Krebs behandelt. Auch die brasilianische Präsidentin Dilma Rousseff und Paraguays Präsident Fernando Lugo litten in der Vergangenheit unter Krebs. Zudem wird Rousseffs Vorgänger Luiz Inacio Lula da Silva derzeit wegen Krebs behandelt. (APA/AFP)

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