Weltcup expandiert ostwärts nach Russland und Kasachstan

Ab der Saison 2014/15 sind die neuen Weltcup-Destinationen eingeplant.

Oberstdorf – Der derzeit bis auf die Ausnahme Japan ausschließlich in Europa ausgetragene Skisprung-Weltcup der Herren wird mittelfristig in den Osten expandieren. Wie FIS-Renndirektor Walter Hofer kürzlich verriet, sei nach den Olympischen Spielen in Sotschi eine russische Weltcupstation geplant. Aber auch Almaty in Kasachstan ist eine Wunschdestination des Internationalen Ski-Verbandes (FIS). Dadurch werden europäische Stationen alternierend aus dem Weltcup-Kalender fallen. Traditionsorte, wie jene der Vierschanzen-Tournee, sind freilich nicht betroffen.

In Wintern ohne WM und Olympia ist künftig eine zweiwöchige Asien-Tournee mit Springen in Russland oder Kasachstan und Japan geplant. Auch die Vorverlegung des Weltcup-Auftakts an einen der neuen Orte wird angedacht. Umgesetzt wird all das ab der Saison 2014/15.

In Russland bieten sich laut Hofer neben der Olympia-Anlage in Sotschi auch die ebenfalls nagelneuen Schanzenkomplexe in Tschaikowski, Nischi Nowgorod und Nischni Tagil für künftige Weltcup-Bewerbe an. Private Investoren und der Rohstoffreichtum der russischen Regionen haben die Entstehung dieser Anlagen ermöglicht. So wurde etwa in Tschaikowski direkt an den Schanzen ein Fünfsterne-Hotelkomplex erbaut. Die kasachische Metropole Almaty könne eine hochmoderne Arena mit Continentalcup-Erfahrung vorweisen, berichtete Hofer.

In Sotschi wird der Weltcup für die Olympiageneralprobe bereits Mitte Dezember 2012 gastieren. Welche der russischen Varianten ab 2014/15 zum Zug kommt, entscheidet laut Hofer der dortige Verband.

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Durch die neuen Stationen werden alteingesessene Orte in Europa aus dem Kalender fallen. „Wir werden hinsichtlich der Traditionsorte natürlich behutsam vorgehen“, versprach Hofer. Er machte aber keine Angaben, welche Weltcup-Stationen betroffen sind. Zur Diskussion dürften die finnischen Orte Kuusamo und Kuopio sowie Lillehammer in Norwegen stehen. (APA)


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