Laieninitiative-Gründer greift Kirche scharf an

Herbert Kohlmaier, Gründer und heutiges Vorstandsmitglied der Laieninitiative, ortet eine „mangelnde Beachtung der Menschenrechte“ in der katholischen Kirche. Er hat daher einen offenen Brief an Bundespräsident Fischer verfasst. Fischer hätte dieses Thema beim Weihnachtsbesuch bei Kardinal Schönborn ansprechen sollen, forderte Kohlmaier im der APA vorliegenden Schreiben.

Der frühere Volksanwalt wirft der Katholischen Kirche vor, die Menschenrechte nur mangelhaft zu beachten. So ortet er etwa eine „gravierende Diskriminierung der Frauen und eine Missachtung des Rechtes auf Familiengründung“. Berechtigt sei auch der Ärger darüber, dass die Kirche versucht habe, Amtsträger, die sich an Schutzbefohlenen vergingen, der weltlichen Gerichtsbarkeit zu entziehen, so Kohlmaier.

„All diese schweren Mängel bewegen seit längerem viele verantwortungsbewusste Menschen, Korrekturen im Sinne heutiger Standards zu fordern“, so der Gründer der Laieninitiative. Ihm ist es daher ein Anliegen, Bundespräsident Fischer auf diese Umstände hinzuweisen: „Ich meine, dass die Organe der Republik die Beachtung elementarer Rechte der Staatsbürger auch in einer vom Staat anerkannten und geförderten Religionsgebeinschaft zu beobachten und nicht nur mit Lob zu bekunden hätten.“

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