Lebensmittelknappheit in Sahelzone spitzt sich zu

Die Versorgungslage in der Sahelzone Afrikas wird offenbar immer prekärer. Am Freitag hat das Rote Kreuz davor gewarnt, dass im Jänner allein in Mauretanien bereits 1,2 Millionen Menschen von Nahrungsmittelknappheit betroffen sein könnten. Das wäre gegenüber Juli beinahe eine Verdreifachung dieser Zahl.

Grund für den Lebensmittelmangel ist laut Rotem Kreuz eine Kombination von Ernteausfällen, Regenmangel und steigenden Preisen. Neben Mauretanien ist die Situation in Niger, Mali, Burkina Faso, Tschad und im Senegal ebenfalls kritisch. „Um eine Katastrophe wie jüngst am Horn von Afrika zu vermeiden, muss jetzt gehandelt werden“, sagte Max Santner, Leiter der Internationalen Hilfe beim Österreichischen Roten Kreuz.

Die Rotkreuz- und Rothalbmondbewegung sei bereits in allen betroffenen Ländern aktiv, so die Hilfsorganisation. In Mauretanien etwa würden rund 10.000 landwirtschaftliche Haushalte mit Nahrungsmitteln, Saatgut, Tierfutter und Werkzeugen unterstützt. Vergleichbare Maßnahmen werden in den kommenden Wochen auch in anderen betroffenen Ländern durchgeführt, kündigte das Rote Kreuz an.

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