Siemens rief weltweit Klinik-Schwangerschaftstest zurück

Siemens hat weltweit 15 Chargen von klinischen Schwangerschaftstests – zur Verwendung in Krankenhäusern bzw. Arztpraxen etc. zurückgerufen.

München, Wien – Es habe sich herausgestellt, dass bei einigen Untersuchungen fälschlicherweise eine Schwangerschaft angezeigt werde, obwohl tatsächlich keine vorliege, erklärte ein Konzernsprecher am Freitag. In Österreich hatten 14 Kunden von Siemens - Krankenhäuser und Arztpraxen - Tests aus den betroffenen Chargen bezogen, hieß es am Freitag bei der AGES PharmMed.

Weltweit seien einige hundert Krankenhäuser betroffen. Sie seien bereits Mitte Dezember angewiesen worden, die Chargen zu vernichten. Bis die Fehlerursache geklärt sei, gebe Siemens keinen neuen Tests dieser Art heraus, teilte der deutsche Konzern mit, der auch stark in der Medizintechnik sowie in der Labordiagnostik engagiert ist.

„Die Schwangerschaftstests sind ausschließlich für die klinische Anwendung bestimmt“, teilte die AGES PharmMed mit. Es handelt sich also nicht um Schwangerschafts-“Heimtests“. „Grund dafür waren grenzwertige oder falsch positive Ergebnisse. (...) In Österreich sind 14 Kunden (Krankenanstalten und niedergelassene Ärzte) davon betroffen; diese wurden zum Teil von Siemens direkt bzw. zum Teil über einen Zwischenhändler in Österreich beliefert. Alle Kunden wurden bereits schriftlich über die Korrekturmaßnahme vom Hersteller informiert.“ Vier Anwender hätten sich bereits gemeldet, den Empfang der Sicherheitswarnung bestätigt und entsprechende Maßnahmen eingeleitet. (APA/Reuters)


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