Berliner Eisbärinnen leben künftig enthaltsam

Der im März gestorbene Knut wird voraussichtlich das letzte Eisbären-Baby des Berliner Zoos gewesen sein.

Berlin – Der Berliner Zoo will seinen drei Eisbärinnen Tosca, Nancy und Katjuscha kein Männchen mehr zugesellen. Es werde keine Zuchtversuche mehr geben, sagte Zoo-Direktor Bernhard Blaszkiewitz am Freitag. Damit wird der im März gestorbene Knut voraussichtlich das letzte Eisbären-Baby des Zoos gewesen sein. Bei den Eisbären im Tierpark Friedrichsfelde plane man aber weiterhin Nachwuchs bei den Bären.

Im September war der Versuch gescheitert, den Tierpark-Eisbären Troll im Zoo anzusiedeln. Aus Eifersucht war es zwischen Tosca, der Mutter von Knut, und Nancy zu heftigen Beißereien gekommen. Daraufhin hatten sich empörte Zoo-Besucher beschwert. Ein Amtstierarzt ordnete schließlich die Trennung an. Der Vater von Knut, Lars, ist bereits seit längerem im Wuppertaler Zoo untergebracht.

Der im Dezember 2006 geborene Knut hatte sich rasch zum größten Publikumsliebling in der Zoo-Geschichte entwickelt. Mehr als elf Millionen Menschen besuchten ihn zu Lebzeiten. Die Attraktion brachte dem Zoo bis zu sieben Millionen Euro zusätzliche Einnahmen. Knut starb überraschend Mitte März. (APA/dpa)

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