Panetta tief besorgt über Durchsuchungen von NGOs in Kairo

Zugleich habe Panetta die „schnelle Entscheidung“ Tantawis begrüßt, die Durchsuchungen zu stoppen und Maßnahmen zu ergreifen, mit denen den Organisationen die Arbeit in Ägypten erleichtert werden soll.

Washington – US-Verteidigungsminister Leon Panetta hat sich in einem Telefongespräch mit dem Chef des in Ägypten regierenden Militärrats, Hussein Tantawi, zutiefst besorgt über die Durchsuchungen von Nichtregierungsorganisationen in Kairo gezeigt.

„Der Minister hat seiner tiefen Sorge über die Durchsuchungen von US- und anderen NGOs Ausdruck verliehen, die am 29. Dezember stattfanden“, erklärte der Sprecher des US-Verteidigungsministeriums, George Little, am Freitag. Zugleich habe Panetta die „schnelle Entscheidung“ Tantawis begrüßt, die Durchsuchungen zu stoppen und Maßnahmen zu ergreifen, mit denen den Organisationen die Arbeit in Ägypten erleichtert werden soll.

Panetta betonte demnach die Notwendigkeit für Ägypten, „dem Weg hin zu einem demokratischen Übergang weiter zu folgen“. Zugleich wies er auf die Bedeutung der Beziehung zwischen den USA und Ägypten in Sicherheitsfragen hin. Die USA wollten sich dieser Beziehung auch weiterhin verpflichten und seien bereit, Ägypten beim Übergang zur Demokratie zur Seite zu stehen.

In Kairo waren am Donnerstag die Räume von 17 ägyptischen und ausländischen Nichtregierungsorganisationen durchsucht worden, darunter auch das Büro der deutschen Konrad-Adenauer-Stiftung sowie zweier US-Organisationen. Grund waren den Behörden zufolge Ermittlungen wegen des Verdachts illegaler „Finanzierung aus dem Ausland“ und wegen fehlender Genehmigungen. US-Beamte erklärten am Freitag, Ägypten habe zugesichert, die Durchsuchungen zu unterlassen und das beschlagnahmte Material zurückzugeben. (APA/AFP)

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