Iran will Langstreckenrakete bei Manöver testen

Die Raketen können sowohl Israel als auch die wichtigen US-Stützpunkte in der Golf-Region und Afghanistan bedrohen.

Teheran – Der Iran dreht im Konflikt mit dem Westen an der Eskalationsschraube. Sie kündigen Raketentests d im Persischen Golf an, die sich aber noch verzögern. Der stellvertretende Marine-Befehlshaber Admiral Mahmud Musawi sagte dem englischsprachigen Sender „Press TV“ am Samstag: „Der Test von Raketen wird in den nächsten Tagen erfolgen.“

Es sei der Abschuss von verschiedenen Raketentypen geplant. Damit widersprach er Meldungen der halbamtlichen Nachrichtenagentur Fars, die zuvor berichtet hatte, dass der Iran im Rahmen eines zehntägigen Seemanövers am Samstag Langstreckenraketen getestet habe.

Die Raketen können sowohl Israel als auch die wichtigen US-Stützpunkte in der Golf-Region und Afghanistan bedrohen.

Am Samstag hat die Marine ein Manöver begonnen, mit dem sich der Iran auf eine kriegsähnliche Situation vorbereiten will. Es wird von Drohgebärden beider Seiten begleitet. Die USA hatten gewarnt, dass sie eine Behinderung des freien Seeverkehrs in der strategisch bedeutenden Straße von Hormuz nicht tolerieren würden.

Der iranische Vizepräsident Mohammed Reza Rahimi sagte dagegen, bei einer Verschärfung der Sanktionen im Atomstreit würde Teheran „keinen Tropfen Öl“ mehr durch die Meerenge lassen. Durch das Nadelöhr wird bis zu 40 Prozent des weltweit auf Schiffen transportierten Öls befördert.

Beobachter sehen im iranischen Manöver eine Reaktion auf die jüngsten Überlegungen Israels, einen Militärschlag gegen die iranischen Atomanlagen auszuführen. (APA/Reuters)


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