Inder erfährt über Facebook vom Tod seines Sohnes

Subhash Bidve sagte, weder die britische noch die indische Regierung oder das Konsulat hätten ihn darüber informiert, dass sein Sohn Anuj im Nordwesten Englands erschossen worden sei.

Symbolbild.
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London – Über das soziale Netzwerk Facebook hat ein Inder vom Tod seines Sohnes erfahren. Subhash Bidve sagte am Freitag dem Sender BBC, weder die britische, noch die indische Regierung oder das Konsulat hätten ihn darüber informiert, dass sein Sohn Anuj am Montag nahe der Stadt Manchester im Nordwesten Englands erschossen worden sei. Erst im Internet habe er davon gelesen.

Die britische Polizei entschuldigte sich für den Vorfall. „Das ist nicht die Art und Weise, auf die ein Mensch eine so schreckliche Neuigkeit erfahren sollte“, sagte eine Sprecherin am Freitag. „Wir verstehen, dass die Familie wütend ist.“ Auch wenn die Polizei keine Möglichkeit habe, Zeitpunkt und Inhalt der Beiträge auf Facebook zu kontrollieren, dürfe eine Familie den Tod ihres Sohnes nicht im Internet erfahren.

Der Vater des erschossenen Studenten kritisierte das Vorgehen der Polizei. „Ich bin sehr überrascht, denn sie haben sein Telefon beschlagnahmt“, sagte er der BBC. „Sie hätten die Nummer seines Vaters oder seiner Mutter finden müssen.“ Die Polizei ging unterdessen davon aus, dass es sich bei dem Mord an dem indischen Studenten um ein rassistisch motiviertes Verbrechen handeln könne. Die Verhöre zweier Tatverdächtiger dauerten am Freitag noch an. (APA/AFP)


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