Obama stimmt Amerikaner auf „harte Kämpfe“ ein

US-Präsident Obama hat seine Landsleute nach monatelangen Streitereien um Schulden und Steuern auf ein weiteres turbulentes Jahr eingestellt. Im Wahljahr 2012 habe das Land „einige schwierige Debatten und einige harte Kämpfe“ vor sich, sagte er am Samstag in seiner letzten wöchentlichen Radioansprache 2011. Auch Kanzlerin Merkel stimmte die Deutschen auf ein schwieriges Jahr ein.

„In vielerlei Hinsicht werden die Schritte der nächsten Monate mitbestimmen, welche Art Land wir sein wollen“, betonte er. Die USA befänden sich an einem entscheidenden Punkt für das Schicksal der Mittelschicht. Es gebe „keinen Zweifel“, dass 2012 noch mehr an Veränderungen mit sich bringen werde als das zu Ende gehende Jahr.

Obama stellt sich Anfang November zur Wiederwahl. In den nächsten Monaten wird darüber entschieden, gegen welchen Kandidaten der Republikaner er dabei antritt. Am 3. Januar beginnen im US-Bundesstaat Iowa die Vorwahlen der Oppositionspartei. Im Mittelpunkt des Wahlkampfes stehen neben der schlappen US-Konjunktur die Mega-Schulden der USA und damit verbunden die künftige Ausgaben- und Steuerpolitik.

Kanzlerin Merkel hat die Deutschen angesichts der europäischen Schuldenkrise auf ein schwieriges Jahr 2012 eingestimmt. Der Weg, die Krise zu überwinden, „bleibt lang und wird nicht ohne Rückschläge sein“, sagte Merkel in ihrer Neujahrsansprache, die am Samstagabend ausgestrahlt werden sollte. Nach einem Bericht muss der Bund 2012 für Zahlungen in den Rettungsschirm ESM erheblich mehr neue Schulden machen.

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Merkel rief die Europäer zum Jahreswechsel zum Zusammenhalt auf. „Trotz aller Mühen dürfen wir nie vergessen, dass die friedliche Vereinigung unseres Kontinents das historische Geschenk für uns ist“, sagte sie laut dem vorab veröffentlichten Redetext.


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