Großbrand in Oberösterreich in Neujahrsnacht

Sechs Feuerwehren hat in der Neujahrsnacht ein Großbrand bei einem Pferdehof in Schlatt (Bezirk Vöcklabruck) stundenlang beschäftigt. Ein Heu- und Strohbergeraum brannte völlig nieder, Personen wurden nicht verletzt. Der Schaden ist vorerst nicht bezifferbar, beläuft sich aber laut Experten „weit über 100.000 Euro“.

Kurz nach 2.00 Uhr früh entdeckten in Schlatt Nachbarn das Feuer auf dem Heimweg von einer Silvesterfeier. Die Feuerwehrkräfte konnten zwar den Vollbrand eindämmen, waren aber stundenlang mit den Löscharbeiten beschäftigt. Erst in den Vormittagsstunden konnte „Brand aus“ gegeben werden. Der 2009 neu gebaute Reitstall wurde schwer in Mitleidenschaft gezogen. Eine damals eingezogene Mauer hatte aber laut Sachverständigem ein Ausbreiten der Flammen verhindern können. Wegen des Schadensausmaßes muss jetzt auch der Staatsanwalt ermitteln.

„Die Brandursache zu finden wird schwierig. Es gibt dort dutzende Heu- und Futterballen und auch elektrische Leitungen“, so ein Sachverständiger am Sonntag zur APA. Erst in zwei Tagen könne mit Ergebnissen gerechnet werden.

Nur eine Stunde zuvor verhinderte ein 65-jähriger Altbauer im gleichen Bezirk eine Feuersbrunst. Gegen 1.00 Uhr wurde der Pensionist vom Lärm der Tiere im Stall geweckt. Er sah den Heuwagen in unmittelbarer Nähe zu den Stallungen brennen. Sofort rannte er ins Freie und begann mit einer kleinen Wasserpumpe die Flammen zu löschen, die auf den Hof überzugreifen drohten. Gleichzeitig verständigte der Pensionist noch die Feuerwehr. Nach den bisherigen Ermittlungen ist laut Polizei eine Entzündung durch einen fehlgeleiteten Feuerwerkskörper wahrscheinlich. Menschen oder Tiere blieben bei dem Vorfall unbeschadet.


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