Debatte um Schweisguts Doppelbezüge

Von Peter Nindler...

Von Peter Nindler

Innsbruck –Mitten in der Umstrukturierungsphase des finanziell arg gebeutelten Tiroler Haflingerzuchtverbandes wurde jetzt bekannt, dass der abgelöste Verbandsgeschäftsführer und Zuchtleiter­ Hannes Schweisgut neben seinem Bezug als Mitarbeiter der Landwirtschaftskammer auch noch vom Haflingerzuchtverband bezahlt wurde. Eigentlich stellte die Landwirtschaftskammer Schweisgut für die Arbeit im Verband ab und übernahm dafür die Personalkosten.

Das Kammergehalt von Schweisgut betrug rund 3000 Euro netto im Monat. Gleichzeitig erhielten er und seine Frau, die als Bereiterin am Fohlenhof Ebbs tätig war, jährlich noch einmal rund 108.000 Euro vom Haflingerzuchtverband. Der Direktor der Landwirtschaftskammer Richard Norz wollte die Summen nicht bestätigen, erklärte jedoch auf Anfrage der TT, dass Schweisgut vom Haflingerverband ebenfalls Einkünfte bezogen hat, die als Gehalt bezeichnet werden können.

Für den Klubchef des Bürgerforums/Liste Fritz Bernhard Ernst müssten jetzt endlich einmal alle Fakten auf den Tisch gelegt werden. „Hier gibt es noch viel aufzuarbeiten. Außerdem geht es darum, wie der neue Geschäftsführer ausgewählt wird.“ Die Vermarktungsgesellschaft Imex, die Hannes Schweisgut gehört, und die einen umstrittenen Kredit von 725.000 Euro vom Haflingerzuchtverband erhielt, wird demnächst in den Verband eingegliedert. Entsprechende Gespräche beim Notar wurden bereits geführt. Die Imex soll einen Wert von rund 400.000 Euro haben, heißt es.

Insgesamt hat der Haflinger­zuchtverband 1,27 Millionen Euro Schulden, durch einen Solidarbeitrag der Mitglieder sollen die Schulden reduziert werden. Bei der außerordentlichen­ Generalversammlung im Novem­ber wurde dem Verband auch eine finanzielle Rosskur verordnet.

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