Juventus macht mit 3:0-Sieg gegen Napoli Titelrennen wieder spannend

Nach dem klaren Sieg im Schlagerspiel der Serie A liegt Juve nur noch zwei Punkte hinter Leader Milan.

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Turin - Italiens Fußball-Rekordmeister Juventus Turin hat am Sonntagabend den Serie-A-Schlager gegen SSC Napoli gewonnen. „Juve“ siegte dank Toren von Leonardo Bonucci (53.), des Chilenen Arturo Vidal (75.) und Fabio Quagliarella (83.) gegen den Tabellenvierten 2:0 (0:0). Damit liegen die Turiner nur noch zwei Zähler hinter Tabellenführer AC Milan, der am Samstag beim 1:1 in Catania Punkte liegengelassen hatte.

Milan-Trainer Massimiliano Allegri schimpfte nach dem Remis auf Sizilien über Schiedsrichter-Fehlentscheidungen und „Juve“-Sportdirektor Beppe Marotta. „Vollbremsung für Milan“, titelte die Turiner Sporttageszeitung „Tuttosport“ am Sonntag und berichtete genüsslich von „Allegris Wut auf Juve“.

Auslöser von Allegris Wutanfall war ein nicht gegebenes Tor von Robinho. Für Schiedsrichter Mauro Bergonzi war der Ball nicht mit vollem Umfang hinter der Torlinie, bevor Giovanni Marchese rettete. „Der Ball war eindeutig über der Linie“, behauptete Milans Vize-Präsident Adriano Galliani und präsentierte ein vermeintliches Beweisfoto. Aus diesem Winkel erschien der Ball tatsächlich mit vollem Umfang hinter der Torlinie, Hunderte TV-Wiederholungen gaben dagegen keinen wirklichen Aufschluss.

Allegri war sich dennoch sicher: „Es war schwer zu sehen, aber es war ein Tor“, wetterte der Coach und legte gleich nach: „Außerdem standen wir zweimal nicht im Abseits.“ Allegri erinnerte noch an weitere angebliche Fehlentscheidungen zulasten des Titelverteidigers, ohne die die Meisterschaft längst entschieden sei. „In unseren wenigen knappen Spielen in dieser Saison hatten wir immer unter Schiedsrichterfehlern zu leiden“, klagte Allegri.

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Die Schuld daran gab er indirekt Juve-Manager Marotta, der sich immer wieder über Schiedsrichter-Benachteiligungen für sein Team als Spätfolge des Liga-Manipulationsskandals von 2006 beklagt. „Marotta sollte den Mund halten“, empfahl Allegri.

Inter Mailands neuer Trainer Andrea Strammacioni hatte dagegen allen Grund zur Freude. Bei seinem Debüt als Cheftrainer führte er den krisengebeutelten Club zum ersten Sieg nach fast zwei Monaten. Der 36-Jährige gewann mit dem italienischen Vizemeister das Heimspiel gegen Genoa 5:4. Der frühere Trainer des Inter-Nachwuchsteams hatte die Mannschaft Anfang der Woche von Claudio Ranieri übernommen, dessen Vertrag in beiderseitigem Einverständnis aufgelöst worden war.

Umjubelter Matchwinner für Inter war neben dem Coach vor allem Stürmer Diego Milito. In einer turbulenten Partie mit insgesamt vier Elfmetern und Roten Karten für Inter-Keeper Julio Cesar und Genua-Mittelfeldspieler Fernando Belluschi erzielte der Argentinier gleich drei Tore für die Gastgeber. Die beiden anderen Treffer steuerten Walter Samuel (38.) und Mauro Zarate (74.) bei. (APA)


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