Direktzug Lienz–Innsbruck soll in Südtirol nicht mehr halten

Lienz, Innsbruck – Nach dem TT-Bericht über das mögliche Aus für den Direktzug zwischen Lienz und Innsbruck hagelt es Kritik: Der Arbeitskre...

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Lienz, Innsbruck –Nach dem TT-Bericht über das mögliche Aus für den Direktzug zwischen Lienz und Innsbruck hagelt es Kritik: Der Arbeitskreis Fahrgast Tirol ist strikt dagegen, dass die Fahrgäste von der Schiene auf die Straße, nämlich in einen Ersatzbus, gebracht werden. Stattdessen soll der Direktzug in Südtirol nicht mehr halten, fordert Martin Teißl, Sprecher des Arbeitskreises. „Die Züge sollen aus dem Südtiroltakt genommen werden und in Südtirol künftig ohne Aufenthalt durchfahren, so wie das vor Jahrzehnten bei den so genannten ,Korridorzügen‘ üblich war.“ Das Land Südtirol will bei der Direktverbindung nämlich nicht mitzahlen, obwohl der Direktzug zurzeit öfter in Südtirol als in Österreich hält. „Würde der Zug dort durchfahren, dann würde sich die Fahrzeit drastisch reduzieren“, so Teißl. Dreieinhalb Stunden braucht der Zug für die 186 Kilometer. „Wir erhalten immer wieder massive Beschwerden darüber“, so Teißl.

Auch die Grünen protestieren dagegen, dass künftig ein Bus für die umstiegsfreie Fahrt von Lienz und Innsbruck sorgen soll. „Der Dreier-Landtag hat für den Ausbau der grenzüberschreitenden Zugverbindungen mehrfach einheitliche Tarife und koordinierte Verbindungen gefordert. Außer leeren Versprechungen ist bis heute nichts passiert“, kritisieren Sepp Brugger und Georg Willi. (TT)


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