Elektronische Fußfessel: Strafvollzug zufrieden

Derzeit werden in Österreich weniger Fußfesseln eingesetzt, als ursprünglich erwartet. Dennoch zeigt sich der Strafvollzug zufrieden.

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Wien – Obwohl der Einsatz der elektronischen Fußfesseln hinter den ursprünglichen Erwartungen zurückgeblieben ist, zeigt sich der Strafvollzug mit der Entwicklung zufrieden. Die Zahlen gingen zwar nicht explosionsartig, aber stetig nach oben, erklärte Peter Prechtl, aktuell Leiter der Vollzugsdirektion am Montag. Derzeit verbüßen 194 Personen ihre Haft dank der Fußfessel außerhalb der Gefängnisse. Eine Flucht gab es mit der Fessel noch nie.

Prechtl meint, dass die ursprünglich anvisierte Zahl von 300 bis 500 Fußfessel-Trägern durchaus erreichbar sei. Schon diese Woche dürfte man die 200er-Marke durchbrechen. Als Problemfeld gilt freilich unverändert die Untersuchungshaft. Keinem einzigen U-Häftling wurde bisher eine Fußfessel genehmigt.

Eingeführt wurde das Instrument vor gut eineinhalb Jahren im September 2010. Seither gab es insgesamt rund 1500 Anträge. Knapp die Hälfte der Ansuchen, exakt 717, wurde genehmigt.

Prechtl führt hier an, dass man besonders genau prüfe, wer für die Fußfessel in Frage komme. Das persönliche Umfeld müsse passen, ein Job vorhanden sein und die Wohnung müsse für die technische Einrichtung geeignet sein. An sich ist die Zahl der Fußfesseln unbeschränkt. Technisch gebe es hier kein Limit, erklärte der Leiter des Vollzugs.

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Die Zahl der vorzeitigen Beendigungen hält sich indes in Grenzen. 28 Personen wurde die elektronische Fußfessel wieder abgenommen. In den meisten Fällen wurde von den Betroffenen der Arbeitsplatz verloren, womit eine zentrale Voraussetzung verloren ging. Eine Person legte die Fußfessel sogar freiwillig zurück. Nur bei drei bis vier Trägern kam es zu „massiven Vorfällen“. Geflüchtet ist mit der elektronischen Fußfessel noch niemand, betont Prechtl. (APA)


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