Bewusstloses Kleinkind von Polizisten gerettet

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Völlig aufgelöst und um Hilfe rufend hat sich Sonntagvormittag eine weinende Frau an den Wiener Polizeinotruf gewandt - das Gespräch wurde kurz darauf unterbrochen. Die Funkwagenbesatzung „Theodor 8“ ging zunächst von einem Randalierer aus. Am Einsatzort in der Stromstraße in der Brigittenau stellte sich heraus, dass ein 14 Monate alter Bub in Folge eines Fieberschocks bewusstlos geworden war.

Die verzagten Eltern waren mit der Hilfeleistung überfordert. Als die Polizisten in die Wohnung kamen, trug der Kindsvater seinen Sohn am Arm, die Atmung hatte bereits vor Minuten ausgesetzt. Ein Beamter legte den kleinen Dominik schließlich hin und brachte ihn in stabile Seitenlage. Kurz darauf schnappte der Kleine wieder nach Luft. Der alarmierte Notarzt versorgte den Buben mit Sauerstoff. Dominik wurde vorübergehend in ein Krankenhaus gebracht, er ist wohl auf, wie die Pressestelle der Polizei am Montag berichtete.

Wolfgang Schreiber, Chefarzt des Österreichischen Roten Kreuzes und Notfallmediziner am Wiener AKH, erklärte im APA-Gespräch, dass Fieberkrämpfe bei Babys und Kleinkindern mit hohem Fieber nicht selten seien. „Das schaut zunächst furchtbar aus“, meinte er. Die Kleinen beginnen zu krampfen, atmen schlecht und laufen blau an. Wichtig ist, dass man die Kinder zunächst krampfen lässt (am besten dabei hinlegen, damit sie sich nicht verletzten können) und sie dann in die Seitenlage bringt. Der Kopf des Kindes soll dabei leicht überstreckt werden, um die Atemwege freizuhalten. Laut dem Mediziner erholen sich die Betroffenen aber rasch.


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