Göschl-Trauergottesdienst in der kommenden Woche

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Für den vermutlich in Pakistan ums Leben gekommenen steirischen Extrembergsteiger Gerfried Göschl wird in der kommenden Woche (10. April) ein Trauergottesdienst abgehalten. Die Verabschiedung wird in der Pfarrkirche in Frauenberg in der Gemeinde Ardning stattfinden, gab seine Familie am Montag bekannt. Göschl wird seit 9. März am Gasherbrum I in Pakistan vermisst.

Göschls Familie bittet, von Kranz- und Blumenspenden Abstand zu nehmen und stattdessen Spenden für die Familie von Nisar Hussain entgegen zunehmen. Der Pakistaner Hussain war gemeinsam mit Göschl und dem Schweizer Cedric Hählen am Hidden Peak unterwegs. Auch von ihnen fehlt jede Spur. Ein weiterer Suchflug am Samstag brachte kein Ergebnis.

„Trotz der ausweglosen Situation, in der wir uns in den vergangenen Tagen befunden haben, keimte auch in uns noch ein Funke Hoffnung, doch noch ein Zeichen der wahrscheinlich für immer vermissten Bergsteiger zu entdecken“, berichteten Angehörige. Fünf Stunden lang wurde der gesamte Berg bis auf eine Höhe von 7.200 Meter abgeflogen und ausführlich mit Bildern dokumentiert, von den Vermissten nicht die geringste Spur entdeckt.

Göschl, Hählen und Hussain waren zuletzt vor fast einem Monat 200 bis 250 Meter unterhalb des Gipfels des nach unterschiedlichen Angaben 8.068 oder 8.080 Meter hohen Bergs im Karakorum gesehen worden. Sie wollten den Gipfel erstmals über eine noch nie begangene Südroute besteigen und über die normale Nordroute ins Basislager zurückkehren. Eine massive Wetterverschlechterung machte die Suche nach den Männern unmöglich. Auf 7.000 Metern Höhe betrugen die Temperaturen rund minus 50 Grad, Stürme erreichten Spitzen von 150 Kilometern pro Stunde.

Göschl, Vater zweier kleiner Töchter, galt seit Jahren als einer der erfolgreichsten heimischen Alpinisten. Er hatte 2005 als erster Österreicher ohne zusätzlichen Sauerstoff und Trägerhilfe den Mount Everest, den mit 8.848 Metern höchsten Berg der Erde erreicht und den Gipfel des Nanga Parbat (8.125 Meter) 2009 über eine neue Route im Alpinstil.


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