FPÖ mit Anfragen zum Verbleib des OeNB-Goldes

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In einer Reihe von Anfragen haben sich freiheitliche Parlamentarier nach dem Verbleib der Goldreserven der Nationalbank (OeNB) erkundigt, Zweifel an der vollständigen Eintreibbarkeit der österreichischen Goldforderungen angemeldet und mehr Informationen über Kontroll- und Revisionsmechanismen verlangt. Die vergangene Woche eingebrachten Anfragen müssen bis Ende Mai beantwortet werden.

Konkret wollen laut der Parlaments-Homepage der Abgeordnete Gerhard Deimek und Parteifreunde von Finanzministerium und Rechnungshof wissen, wann und wie das letzte Mal überprüft wurde, ob die physischen Bestände „im In- und Ausland“ unangetastet sind, ob „Goldforderungen“ mittlerweile als uneinbringlich abgeschrieben werden müssen und in welchen Staaten überhaupt welche Mengen lagern. Der holländische Notenbankpräsident Klaas Knot hatte im vergangenen Jänner zugeben müssen, dass sich 90 Prozent des Zentralbank-Golds gar nicht mehr auf niederländischem Boden befinden.

In einer bereits erfolgten Anfragebeantwortung hatte Finanzministerin Fekter Mitte März u.a. erklärt, dass Österreich/die OeNB auf die zu Beginn der Währungsunion an die EZB übertragenen 22,4 Tonnen Gold keinerlei Zugriff mehr habe und dass sie im übrigen für die Reservepolitik der „unabhängigen Nationalbank“ gar nicht zuständig sei.

Die OeNB selbst erteilt keine Auskunft, wo im Ausland österreichisches Gold lagert und in welchem Verhältnis sich die verbliebenen 280 Tonnen zwischen echten Barren und auf Forderungen an Gegenparteien („counterparties“) aufteilen. Begründet wird dies mit Sicherheitserwägungen.

Wie bekannt hat die Nationalbank von den 1990er-Jahren bis 2006 etwa 150 Tonnen Gold zu im Vergleich zu heute niedrigen Preisen veräußert. Die dabei erzielten durchschnittlichen Verkaufspreise wurden nicht bekanntgegeben.


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