Großes Kino: Die „Titanic“ sinkt nun dreidimensional

Kate Winslet und Leonardo DiCaprio sind ab 5. April erneut als tragisches Liebespaar zu sehen - diesmal aber in 3D.

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Wien – Große Filme erkennt man vermutlich daran, dass sie einen auch viele Jahre nach ihrer Veröffentlichung noch richtig zu packen vermögen. James Camerons Liebesdrama „Titanic“ ist so ein Film, auch wenn das Drama von besonders hartgesottenen Kritikern gerne unter den Generalverdacht des verkitschten Liebesschinkens gestellt wird. Wenn das 250-Millionen-Dollar-Epos aber am Donnerstag nun fast 15 Jahre nach der Uraufführung in 3D nochmals ins Kino kommt, wird man sich 100 Jahre nach dem Untergang des Luxusliners einmal mehr von der emotionalen Wucht des elffach Oscar-gekrönten und alle Zuschauerrekorde brechenden Meisterwerks überzeugen dürfen.

Es war schon ein größenwahnsinniges Unternehmen, als sich der Perfektionist Cameron auf die möglichst detailgetreue Verfilmung der Schiffskatastrophe einließ. Cameron tauchte mehrere Male in einem Mini-Unterseeboot gute vier Kilometer in die Tiefe des Nordatlantik, um das Wrack zu studieren, das erst 1985 entdeckt worden war. In Mexiko ließ er dann die Titanic originalgetreu nachbauen. Um das Schiff herum wurde ein riesiger Wassertank errichtet, der als Filmstudio diente. Monatelang dauerten die Dreharbeiten, und nicht zuletzt bei der aufwendigen und möglichst realistischen Postproduktion explodierten die Kosten.

Dass es sich gelohnt hat, wurde nach der Uraufführung in Japan und in den darauffolgenden Monaten klar. Die Kritiker lobten das große Liebesepos, das Vergleiche mit „Vom Winde verweht“ nicht zu scheuen brauchte. Und dass es der 3D-Effekte gar nicht bedurfte, hat das Drama schon 1997 gezeigt: Kate Winslet, die als Rose von ihrer um Standesbewusstsein bemühten Mutter in die Heirat mit einem reichen Macho (Billy Zane) gedrängt wird, und Leonardo DiCaprio, der als ärmerer Springinsfeld Jack auf dem Schiff ihr Herz im Sturm erobert, lösten einen weltweiten Hype aus und wurden über Nacht zu Superstars.

Über sieben Jahre hat Cameron den Film nun in eine 3D-Version umgewandelt, die Neuauflage wirkt im Kino frisch und modern und so realistisch, dass vor allem der Untergangsteil des Films viele Zuseher wohl ziemlich mitnehmen wird. Dazu kommen die hübschen Kamerafahrten unter der Kuppel oder der Reling entlang, die einen in das atemberaubende Abenteuer förmlich eintauchen lassen. Am Ausgang des Films hat die neue Technik naturgemäß nichts geändert, das tragische Liebespaar Rose und Jack wird auch in 3D den Untergang des Schiffes nicht verhindern können. Aber es wird sich wohl einer neuen Generation als große Kinoliebe ins Gedächtnis brennen. (APA)

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