Über den Wolken statt im Stau: Zwei fliegende Autos heben ab

Den Traum vom Fliegen im eigenen Auto wollen eine niederländische und eine amerikanische Firma möglich machen. Ihre Prototypen haben ihre Jungfernflüge erfolgreich absolviert.

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Statt im Stau zu stehen, einfach abheben und über die Blechlawinen fliegen: Welcher Autofahrer hat sich das nicht schon einmal gewünscht. Geht es nach zwei Unternehmen in den USA und den Niederlanden, bleibt das fliegende Auto bald nicht mehr nur ein schöner Traum. Sie heißen PAL-V (Personal Air and Land Vehicle) und „Terrafugia“ und haben ihre Jungfernflüge erfolgreich absolviert.

Der „fliegende Holländer“

Der Prototyp der Firma PAL-V Europe NV sieht aus wie ein Hubschrauber. Auf der Straße verhält er sich laut der Entwickler wie ein Sportwagen mit drei Rädern. „Wir sind stolz, den erfolgreichen Jungfernflug des PAL-V verkünden zu können“, sagte Robert Dingemanse, einer der Mitbegründer des Unternehmens.

Bis zu 180 km/h soll die Flug-Fahr-Maschine erreichen können - zu Lande und in der Luft. Strecken von 350 bis 500 Kilometer über den Wolken und bis zu 1200 Kilometer auf der Straße soll der PAL-V am Stück schaffen. Zum Starten braucht das Hubschrauberauto eine 165 Meter lange Strecke, wobei das auch eine Wiese sein kann, schreibt die Firma in ihrer Presseaussendung. 20 bis 30 Trainingsstunden mit dem „fliegenden Auto“ reichen, um eine Fluggenehmigung zu bekommen. Getankt wird mit normalem Benzin, geplant sind aber auch Modelle mit Biodiesel- oder Bioethanol-Antrieb.

Zweisitzer mit einklappbaren Tragflächen

Auch in den USA hat ein fliegendes Auto seinen Jungfernflug erfolgreich überstanden. „Transition“ hat die Firma Terrafugia ihren Prototyp getauft. Der Mini-Flieger mit einklappbaren Tragflächen schwebte acht Minuten über den Plattsburgh International Airport im Bundesstaat New York. „Mit diesem Flug hat das Team gezeigt, dass es doch möglich ist, den unmöglichen Traum wahr zu machen“, freute sich Terrafugia-Mitbegründer Carl Dietrich.

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Zwei Personen fasst die Kabine. Das Gerät hat in einer normalen Garage Platz und wird mit bleifreiem Benzin betrieben. Die Höchstgeschwindigkeit wird auf der Homepage www.terrafugia.com mit 185 Stundenkilometern angegeben. Nach dem geglückten Jungfernflug sind noch weitere Testflüge geplant. „Wir sind auf dem Weg nach oben - im wörtlichen und im übertragenen Sinn“, sagt Dietrich. (tt.com)


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