Südkoreaner soll Freundin mit Krake erstickt haben

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Es schien das perfekte Verbrechen zu sein: Um die Lebensversicherung seiner Freundin zu kassieren, soll ein Südkoreaner mit Hilfe einer Krake einen Erstickungstod vorgetäuscht haben. Die Polizei verdächtigt den in Seoul verhafteten 31-Jährigen jedoch, seine Freundin im April 2010 erstickt zu haben, wie die Staatsanwaltschaft am Dienstag erklärte.

Zunächst war die Polizei davon ausgegangen, dass die 24-Jährige nach dem Verzehr eines lebendigen Tintenfisches gestorben war. Vor zwei Jahren hatte die 31-Jährige einen Erstickungsanfall erlitten, nachdem sie den kleinen Oktopus gegessen hatte. Sie starb 16 Tage später im Krankenhaus. In ihrem Hals fanden Ärzte einen Oktopus-Fangarm und glaubten an einen Unfall.

Doch dann fand der Vater des mutmaßlichen Opfers heraus, dass seine Tochter nur eine Woche vor ihrem Tod eine Lebensversicherung im Wert von 200 Millionen Won (133.000 Euro) abgeschlossen hatte, die nach ihrem Tod ihrem Freund ausbezahlt wurde. Nach mehrmonatigen Ermittlungen ist die Polizei nun überzeugt, dass der 31-Jährige sie ermordet hat. „San Nakji“ - lebender Oktopus - gilt in Südkorea als Spezialität, er wird ganz oder in Stücken gegessen.

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