Hörl gegen Vorstoß in Sachen Isel

Ausweisung der Isel als Natura-2000-Schutzgebiet wäre kurzsichtig.

  • Artikel
  • Diskussion

Osttirol, Innsbruck –Der Osttiroler BZÖ-Abgeordnete Gerhard Huber brachte letzte Woche in der Nationalratssitzung einen Entschließungsantrag zur Ausweisung der gesamten Isel als Natura-2000-Schutzgebiet ein. „Für Osttirol wäre dies das Ende für wichtige Wasserkraft-Projekte“, erklärte Nationalrat Franz Hörl. Dieser Antrag würde sämtlichen Ausbauplänen zur Nutzung der heimischen Wasserkraft widersprechen. Osttirol brauche, so Hörl, ein gesamtwirtschaftliches Energiekonzept und nicht eine Totalblockade für den Wasserkraftausbau.

Der Wirtschaftsbund-Nationalrat gibt auch zu bedenken, dass bei einer Ausweisung als Natura-2000-Schutzgebiet de facto keine Betriebsansiedlungen links und rechts des Flussverlaufes mehr möglich sein würden. Für Hörl ist dieser Vorstoß nicht nur wirtschaftsfeindlich, sondern erweist auch der Umwelt keinen guten Dienst: „Die Zukunft der Energieversorgung liegt nicht in Kernkraftwerken oder fossiler Energie, sondern in erneuerbaren Energiequellen.“ Mit der Ausweisung als Natura-2000-Gebiet wäre die Nutzung der Isel unterbunden, das sei blanker Populismus. Nichts hält Hörl auch von unakkordierten Einzelprojekten entlang der Isel, wie sie von einigen Gemeinden forciert werden. (TT)

TT-Geburtstag: Jetzt eine von 76 Torten gewinnen

TT-ePaper gratis ausprobieren, der Gratiszeitraum endet automatisch.


Kommentieren