Die nächsten sechs Jahre sind schon fest verplant

BM Christine Oppitz-Plörer (FI) stellte ihr Arbeitsprogramm bis 2018 vor. Neuer Weg in der Widmungspolitik soll Wohnungsmarkt entlasten.

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Von Manfred Mitterwachauer

Innsbruck –Aus dem Wollen von 2006 ist das Werden ab 2012 geworden. Auch sprachlich lässt die Bürgermeisterfraktion „Für Innsbruck“ keine Unklarheiten mehr aufkommen, wer nach dem 15. April in Innsbruck wieder das Sagen haben soll. Die FI-Liste lüftete deshalb gestern im Tirol Panorama am Bergisel den Vorhang für ihr Arbeitsprogramm der nächsten sechs Gemeinderatsjahre. Und dabei wurde die Vielzahl an Vorhaben stets eingeleitet mit: „Wir werden ...“

Basis aller Überlegungen sei ein ausgeglichenes und solides Budget. „Das ist oft unsympathisch zu sagen, aber war auch 1994 das Thema, wieso sich ,Für Innsbruck‘ gegründet hat“, sagte BM Christine Oppitz-Plörer. Und daran werde sich auch nichts ändern. Ganz im Gegenteil zur Widmungspolitik. Diese sei bis dato sehr restriktiv gewesen, will die FI-Chefin dies mit dem aktuellen Baulandüberhang von zehn Prozent (160 Hektar) belegen. Drei Viertel davon seien kleinere Wohnbauflächen, ein Drittel fürs Gewerbe. Um den Wohnungsmarkt einigermaßen zu entschärfen, müssten bei großflächigen Neuwidmungen nicht nur Hänge und Waldgrundstücke in Betracht gezogen werden. Künftige Baulandwidmungen größeren Ausmaßes seien nur dann durchzuführen, wenn 50 Prozent der Flächen für den sozialen Wohnbau und 30 Prozent für jene Wohnungssuchenden, die gerade nicht mehr in die Förderrichtlinien fielen, reserviert seien und nur 20 Prozent in den freien Verkauf kämen. „Vorabwidmungen wird es keine geben“, stellt Oppitz-Plörer klar. Potenzielle Expansionsflächen ortet sie im Norden der Stadt, in Igls, Arzl sowie Kranebitten und Hötting.

Die Verbindung Schlick-Lizum hat es ebenso auf die „Zu-tun-Liste“ der FI geschafft wie eine fahrradfreie Maria-Theresien-Straße, das Studentenheim am Hofgarten oder das Kletterleistungszentrum am WUB-Areal.

Dass zum Beispiel das Haus der Musik oder der MCI-Neubau auch schon 2006 deklarierte FI-Ziele waren, kommentierte BM Oppitz-Plörer wie folgt: „Wir haben nur elf Mandate.“


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