Meinl Bank verklagt Gutachter Havranek auf 10 Mio. Euro

Ohne Havraneks Gutachten hätte es keinen Haftbefehl gegeben und auch keine Kaution, argumentiert Meinl in einer Aussendung vom Dienstag.

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Wien - Drei Jahre nach der gegen ihn verhängten U-Haft und der Kaution in Höhe von 100 Mio. Euro will sich der Banker Julius Meinl nun am Gutachter Thomas Havranek schadlos halten und hat ihn deshalb auf 10 Mio. Euro Schadenersatz verklagt. 4 Mio. Euro klagt Meinl selbst vor dem Landesgericht für Zivilrechtssachen in Wien ein, 5 Mio. Euro die Meinl Bank, wie die „ZiB 1“ berichtete. Dazu wird für künftige Schäden die Feststellung einer Haftung in der Höhe von 1 Mio. Euro verlangt.

Ohne Havraneks Gutachten hätte es keinen Haftbefehl gegeben und auch keine Kaution, argumentiert Meinl in einer Aussendung vom Dienstag. Obwohl Havranek bereits im September 2009 vom Oberlandesgericht Wien wegen Befangenheit abberufen worden sei, sei die „absurd hohe“ Kaution noch nicht zurückerstattet worden. „Der tendenziöse Staatsanwalt bediente sich eines befangenen Gutachters, der unter Missachtung der Fakten und der gutachterlichen Pflichten den Vorwand für eine Verhaftung lieferte“, heißt es in der Aussendung der Meinl Bank weiter.

Die in der aktuellen Klage festgelegte Summe stelle nur einen Bruchteil des angerichteten Schadens dar, durch den Reputationsschaden und vor allem durch den Abzug von verwalteten Kundenvermögen entstanden sei. (APA)

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