Kirche erbt in Italien 1,7 Milliarden Euro von reichem Unternehmer

Damit rückt die Kirche an die Spitze eines multinationalen Unternehmens.

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Bologna – Ein ungewöhnliches Erbe tritt die katholische Kirche dieser Tage in Bologna an: Ein schwerreicher Unternehmer, der im Alter von 50 Jahren an Krebs verstorben ist, hat ihr sein gesamtes Vermögen im Gesamtwert von rund 1,7 Milliarden Euro vermacht.

Michelangelo Manini war Hersteller von automatischen Torantrieben und hat der Kirche seinen Mehrheitsanteil am Unternehmen vermacht. Außerdem fallen ihr Bankkonten, Beteiligungen an anderen Firmen und sonstiges Vermögen zu.

Damit hält die Kirche von Bologna 66 Prozent der Firmenanteile, Minderheitsaktionär ist eine französische Firma. „Wir werden unsere Anteile nicht verkaufen“, erklärte der mit der Verwaltung beauftragte Anwalt Andrea Moschetti gegenüber der Zeitung „Il Sole 24 Ore“. Ziel sei es, „ein Unternehmen mit strengen ethischen Grundsätzen zu schaffen.“

Die geerbte Firma hat 1000 Mitarbeiter, ist in zwölf Ländern vertreten und erwirtschaftet jährlich rund 214 Millionen Euro. Der Verstorbene war Junggeselle und hatte keine Verwandten. Deshalb soll er schon vor zwei Jahrzehnten sein Testament zugunsten der Kirche verfasst haben. (tt.com)

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