St. Johanner Felder werden von Silvesterraketen befreit

Kommende Woche sollen die alten Feuerwerkskörper eingesammelt werden. Ortsbauernrat und Gemeinde initiieren das Pilotprojekt.

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Von Verena Hofer

St. Johann i. T. –Feuerwerke am Ende und Beginn des Jahres bestimmen das Geschehen am Himmel. Nach Minuten des Bewunderns, vielen Ahs und Ohs kehrt wieder Dunkelheit ein. Die Spuren sind hingegen bis zum Sommer deutlich zu sehen. In St. Johann wird nun zum gemeinsamen Zusammenräumen aufgerufen.

Der Schnee ist geschmolzen und die Plastikteile in den Wiesen der Bauern deutlich zu sehen. Bereits letztes Jahr wurde via Zeitungsinserat die Bevölkerung zum Zusammenräumen aufgerufen, wobei kein Datum festgelegt worden ist. „Die Idee wurde vom Ortsbauernrat für gut und sinnvoll befunden“, erklärt Obmann Rupert Wörgötter. Daher hat man sich bereits im November mit der Umweltabteilung der Gemeinde getroffen und das Projekt geplant. Gemeindemitarbeiter Johann Haag ist der Ideengeber dieses Pilotversuchs, der erstmals in Tirol durchgeführt wird.

„Speziell die Wiesen um Wohnblöcke und Hotels sollen von Feuerwerksmüll befreit werden“, sagt Wörgötter und ergänzt, dass das Bewusstsein für die Natur wieder gesteigert werden soll. Die Veränderungen der Feuerwerkskörper in den letzten Jahren hat bei den Bauern die Alarmglocken schrillen lassen. „Wurden früher die meisten Raketen aus Karton und mit einer Plastikspitze hergestellt, so gehören Hartplastikraketen mittlerweile zur Tagesordnung“, sagt der Ortsbauernobmann. Besonders die kleinen Plastikstücke, die nach der Explosion der Rakete auf den Boden fallen, gefährden die Tiere.

Gemeindemitarbeiter Haag informiert, dass der gesammelte Raketenmüll beim Recyclinghof gratis im Rahmen der Flurreinigungsaktion abgegeben werden kann. „Auch wenn nur ein paar mitmachen, bin ich mit der Aktion bereits zufrieden“, erklärt Wörgötter das Ziel des Pilotprojekts. Das Betreten der Felder ist kommende Woche von 10. bis 15. April erlaubt, wobei die Freigabe der Bauern nur für das St. Johanner Gebiet gilt.


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