Internet ist Lebensader für Landgemeinden

Von Sabine Kuess...

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Von Sabine Kuess

Schwaz –Die Zustellintervalle der Post und die Breitbandversorgung in peripheren Gebieten – diese Themen beschäftigen das Forum Land, um ländliche Gebiete zu stärken. Bezirksobmann Hermann Gahr und Landesobmann Georg Keuschnigg informierten über die Entwicklung des Bezirkes Schwaz.

Laut Statistik Austria wird die Bevölkerung im Bezirk bis 2035 um knapp elf Prozent wachsen, allerdings sinkt die Zahl der erwerbstätigen Personen um rund drei Prozent. „Auch der Bezirk Schwaz wird von den demographischen Entwicklungen getroffen. Wir dürfen jetzt nicht jammern, sondern müssen alles tun, um unsere Orte lebendig zu erhalten“, erklärt NR Gahr. Es gebe auch Abwanderungstendenzen beispielsweise im Zillertal. Einen wesentlichen Beitrag, Menschen auf dem Land zu halten, soll die Verbesserung der Breitbandanbindung leisten. „In jeder Pension erwartet der Gast heute eine gute Internetverbindung“, betont Gahr. Wie viele „weiße Flecken“ es im Bezirk gibt, kann nicht genau beziffert werden. „Es läuft eine Erhebung. Aufholbedarf gibt es in jedem Fall in Stummerberg. Auch in Ramsau und einem Ortsteil von Terfens sind Projekte geplant“, erläutert er. Ebenso kam es bereits zu einer vorläufigen Verbesserung in der LLA Rotholz, erklärt BR Keuschnigg, der sich dafür einsetzte.

Forum Land hinterfragt auch den Zustellrhythmus der Post. Bei einem Gespräch mit dem Postgeneraldirektor soll geklärt werden, welche Konzepte es in Richtung Rationalisierung gebe. „Gerade bei Parten bzw. Todesanzeigen sind die Zustellintervalle wichtig“, betont Keuschnigg.

Um Handlungsfelder im Bezirk aufzuzeigen, lädt Forum Land im Rahmen der Veranstaltungsreihe „Dorf ohne Leben? – Gib deiner Region eine Stimme“ zur breiten Diskussion. „Es sollen Schwächen aufgezeigt werden, aber auch, wo Synergien gemeindeübergreifend genutzt werden können“, sagt Gahr. Der Termin für das Inn- und Achental findet am 10. Mai um 20 Uhr statt. „Das Zillertal klammern wir aus, dort gibt es bereits einen regionalen Entwicklungsprozess“, erklärt Gahr.


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