Bäriger Zuwachs für den Alpenzoo

Innsbruck – Eine bärige Woche: Erst nimmt der Südtiroler M13 Kurs auf Nordtirol. Und heute macht sich in Deutschland ein Bär auf die Reise n...

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Innsbruck –Eine bärige Woche: Erst nimmt der Südtiroler M13 Kurs auf Nordtirol. Und heute macht sich in Deutschland ein Bär auf die Reise nach Tirol. Sein Ziel: der Alpenzoo.

Es ist der zweite Anlauf für den Braunbären aus dem Wildpark Gangelt. In Innsbruck bekommt Attila nicht nur einen neuen Namen (der Wolf heißt bereits so), sondern auch ein neues Heim. Das hätte das Tier bereits am 11. März beziehen sollen. Doch der Umzug verzögerte sich, weil das zwei Jahre alte Männchen sich standhaft weigerte und sich selbst nach dem vierten Betäubungspfeil nicht in die Knie zwingen ließ. Heute startet man einen erneuten Versuch und Dirk Ullrich, zoologischer Kurator des Alpenzoos, ist optimistisch: „Wir gehen davon aus, dass dieses Mal alles klappt.“

Am Donnerstagabend soll der Transport dann in Innsbruck ankommen. Am Freitag wird der Bär dann erstmals in den Innenraum des Geheges gelassen. Wo er sich dann auch ein paar Tage lang akklimatisieren soll. Wann genau die Besucher den Braunbären erstmals bestaunen können, ist vorerst noch offen.

In der Zwischenzeit gilt es erst, den Transport über die Bühne zu bringen. Und das ist bei einem Wildtier nicht so leicht. Denn freiwillig geht der Bär nicht in die Transportkiste. Nachdem das Tier betäubt wurde, müssen „vier bis sechs Männer“ anpacken, wie Ullrich es nennt, um den schlafenden Bären in den Lkw zu tragen. „Nach dem Transportgesetz muss das Tier dann aber wach sein, wenn das Fahrzeug unterwegs ist“, sagt der Kurator.

Das Bärenmännchen wird künftig der alten Dame Martina im Alpenzoo Gesellschaft leisten. Daran übt ein deutscher Zoogegner in einer Aussendung Kritik. Die Bärin würde dadurch einem „zusätzlichen Stress“ ausgesetzt. Beim Alpenzoo sieht man dies gänzlich anders. Man habe für Martina extra ein noch nicht geschlechtsreifes Männchen gesucht. Die Rangordnung sei klar geregelt. (mw)


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