Attentat in Somalia: Hohe Sportfunktionäre unter Toten

Somalias Fußball-Verbandschef und der Präsident des Nationalen Olympischen Komitees befinden sich unter den Opfern. Regierungschef Ali und mehrere Minister blieben unverletzt.

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Mogadischu - Bei einem Anschlag auf eine Versammlung in Mogadischu sind am Mittwoch sieben Menschen getötet worden, darunter auch zwei hochrangige Sportfunktionäre. Laut Augenzeugenberichten kamen Aden Yabarow Wiish, der Präsident des Nationalen Olympischen Komitees, und Said Mahmed Nur, der Präsident des Fußball-Verbandes, bei dem Anschlag auf ein Theater in Mogadischu ums Leben. Der Präsident des Internationalen Olympischen Komitees (IOC), Jacques Rogge, zeigte sich „geschockt“ über das Attentat.

Ministerpräsident Abdiweli Mohamed Ali und mehrere seiner Minister, die ebenfalls an der Zeremonie teilgenommen hatten, blieben bei dem Anschlag unversehrt. Demnach zündete eine junge Frau einen Sprengstoffgürtel bei einer offiziellen Zeremonie. Mindestens sieben Menschen wurden verletzt.

Al-Shabaab-Miliz bekannte sich

Die Gewalt in der somalischen Hauptstadt hat deutlich zugenommen, seit die Al-Shabaab-Miliz im August ihre festen Stellungen in der Stadt aufgegeben hat und nun eine Guerilla-Taktik verfolgt. Die Miliz kämpft gegen die vom Westen unterstützte Übergangsregierung und Truppen der Afrikanischen Union (AU).

Die Al-Schabaab-Miliz hat sich mittlerweile zu dem Attentat bekannt. Die Wiedereröffnung des historischen Theaters nach 20 Jahren war im vergangenen Monat als Zeichen neuer Stabilität und Sicherheit in dem Krisenstaat gewertet worden. (APA/AFP)


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