U-Ausschuss: VP-Malaun hätte nichts gegen Aussage

Der Tiroler ÖVP-Geschäftsführer Martin Malaun wirft der Opposition allerdings vor, mit seiner Ladung ein politisches Spiel treiben zu wollen, um von den wirklich „dicken Fischen“ in der Telekom-Affäre abzulenken.

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Wien, Innsbruck – Der Tiroler ÖVP-Geschäftsführer Martin Malaun hätte nichts gegen eine Aussage vor dem Korruptions-Untersuchungsausschuss. „Wenn ich geladen werde, komme ich hin. Ich habe da kein Problem damit“, sagte Malaun am Mittwoch gegenüber der APA. Malaun war 2008 Geschäftsführer der Agentur Headquarter, die im Nationalratswahlkampf die Kampagne der Innsbrucker VP-Spitzenkandidatin Karin Hakl abwickelte. Einen Teil der Kosten übernahm die Firma Valora des Telekom-Lobbyisten Peter Hochegger, die rund 20.000 Euro beisteuerte.

Der Opposition wirft Malaun allerdings vor, mit seiner Ladung ein politisches Spiel treiben zu wollen, um von den wirklich „dicken Fischen“ in der Telekom-Affäre abzulenken.

Malaun betont, dass Headquarter im Wahlkampf klassisches Agenturgeschäft gemacht habe - also etwa Plakate, Folder und andere Werbemittel wie Feuerzeuge organisiert. Bezahlt worden sei die Kampagne teilweise von Teilorganisationen der Partei. Den Kontakt zu Hochegger habe Hakl vermittelt. An den genauen Ablauf könne er sich aber nicht mehr erinnern, so Malaun. Es könne durchaus sein, dass ihm Hakl die Telefonnummer Hocheggers vermittelt und dann er selbst oder jemand aus seiner Buchhaltung direkt bei Hochegger angerufen habe.

Nicht beziffern konnte Malaun, der im Juni 2011 als Hauptgeschäftsführer zur Tiroler ÖVP gewechselt ist und nicht mehr bei der mittlerweile in Adpartners umbenannten Agentur tätig ist, die Gesamtkosten für den Wahlkampf. Ein Teil der Kosten wurde offenbar vom Tiroler Wirtschaftsbund getragen, wie Geschäftsführer Helmut Kern auf APA-Anfrage bestätigte. Es sei schließlich die „ureigenste Aufgabe“ des Wirtschaftsbundes, seine Kandidaten zu unterstützen. (APA)

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