Fotoschatz vom Passionsspiel

Von Walter Zwicknagl...

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Von Walter Zwicknagl

Radfeld –Ein kleines Heiliges Grab aus dem Raum Innsbruck, das um 1880 entstanden ist, hat der Radfelder Sammler und Zollchronist Norbert Wolf in seiner Stube schon vor Tagen aufgestellt. Farbe in das Geschehen bringen etliche Miniglaskugeln mit elektrischen Lämpchen, die speziell angefertigt wurden. Das kunstvolle Heilige Grab steht übrigens neben einem Pestkreuz aus Kramsach, das auf die Zeit um das Jahr 1600 zurückgeht.

Mit Stolz zeigt er aber auch ein altes Foto aus der Ära der Brixlegger Passionsspielzeit, die im Jahre 1868 begonnen hatte und im Jahr 1913 ihr Ende fand. „Durch Zufall habe ich vor einigen Jahren in einem Rattenberger Fotografenhaus einige alte Fotoglasplatten entdeckt. Schon beim ersten Spiel wurde demnach auch ein Ostergrab aufgebaut, wie das Foto, das gar nicht so leicht auszuarbeiten war, beweist“, erzählt der Radfelder, während seine Gattin Erika geschickt Osterschmuck entstehen lässt. Für ihn ist es ein Glücksfall, dass er noch unbekannte Fotos der Brixlegger Passion der Nachwelt erhalten kann, wenn auch Figuren und Teile des ehemaligen Ostergrabes und andere Requisiten der Passionsspiele, die einst viele Leute anlockten, nicht mehr auffindbar sind. Sechs Spielperioden hatte es gegeben. Zu den Schätzen von Norbert Wolf zählen auch 150 Papierfiguren mit 14 Szenen des Leidens und Sterbens Jesu. Entstanden sind die Figuren vor gut 100 Jahren in der lithographischen Anstalt Kravogl in Innsbruck.

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