Gemeinderäte beschließen Kindergartenerweiterung

Vorgaben des Landes erzwingen die Aufstockung des Kindergartens Prof.-Dengel-Straße um eine Gruppe – Mehrkosten über 40.000 Euro.

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Von Simone Tschol

Reutte –Bereits mehrmals wurde von den Gemeinderäten in Reutte der Wunsch geäußert, diverse Themen nicht nur in den Ausschüssen und im Gemeindevorstand, sondern im großen 17er-Kreis zu diskutieren. Dieser Forderung kam Bürgermeister ­Alois Oberer nun nach und setzte die Diskussion rund um die Gruppengröße in den Reuttener Kindergärten auf die Tagesordnung der jüngsten Sitzung des Ortsparlaments. Oberer: „Das Thema wurde in verschiedenen Gremien bereits diskutiert, zum Teil auch sehr emotional. Fakt ist, dass das Land ab Herbst eine Gruppengröße von maximal 20 Kindern vorschreibt. Und dem haben wir Folge zu leisten.“ Derzeit werden in den drei Reuttener Kindergärten 180 Kinder in insgesamt acht Gruppen geführt. Eine weitere wäre nötig, um die Vorgaben zu erfüllen. Der Bildungsausschuss war bereits mit der Thematik befasst. „Neben einer pädagogischen Fachkraft wäre auch eine weitere Assistentin nötig. Daraus ergeben sich zusätzliche Personalkosten für die Gemeinde von 31.700 Euro pro Jahr“, merkte Oberer an und wies darauf hin, dass die neue Gruppe für den Kindergarten Prof.-Dengel-Straße vorgesehen sei. Dort werden derzeit zwei Gruppen betreut, der Kindergarten sei aber auf drei Gruppen ausgelegt.

Neben den zusätzlichen Personalkosten würden überdies bauliche Maßnahmen in Höhe von 33.000 Euro nötig. Oberer: „Nach vorsichtigen Schätzungen würden 23.000 Euro vom Land gefördert.“ VBM Dietmar Koler stieg sogleich in die Diskussion ein: „Die Marktgemeinde hat für so vieles Geld. Da muss doch nicht groß diskutiert werden, weil das unseren Kindern zusteht.“ Auch GR August Ihreberger sieht wenig Spielraum: „Wir müssen das umsetzen, weil das vom Land so vorgegeben wird. Und wenn wir in unseren Kindergärten Qualität bieten wollen, dann muss das drin sein.“ Überdies werde es in den nächsten Jahren weitere Verbesserungen geben müssen und natürlich auch Gelder dafür.

Letztlich erteilten die Mandatare der Installierung der zusätzlichen Gruppe ihre Zustimmung. Die Kosten für die Umgestaltung der Räumlichkeiten erschienen vielen jedoch zu hoch. Die Adaptierung des Kindergartens wird die Reuttener Mandatare also noch ein weiteres Mal beschäftigen.

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