Keine Eigenwerbung

In der Regionalliga West sorgte der 2:1-Sieg von Austria Salzburg bei der Union für Wirbel, auch abseits des Platzes. Anif verkürzte den Rückstand.

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Von Daniel Suckert

Innsbruck –„Ist das ein Spiel der höchsten österreichischen Fußball-Liga?“, wollte ein deutscher Tourist mit blonden Haaren von einem Polizisten am Fennerareal wissen, bevor er mit den anderen Touristen in den Reisebus stieg. „Nein leider“, antwortete der Exe­kutivbeamte. Ein Lokalaugenschein machte die Irritation des Touristen verständlich. Absperrungen, Polizisten und Securitybeamte in Hülle und Fülle. Beim Eingang zum Sportplatz Fennerkaserne gab es Leibesvisitationen. Und das alles, weil Austria Salzburg in Innsbruck gastierte. Wieder einmal.

Und wieder einmal waren im Gepäck der Gäste die üblichen Transparente – aus dem Mund kamen die altbekannten Fäkalausdrücke über 90 Minuten lang. Geschaut wurde nicht aufs Spielfeld, sondern hauptsächlich auf die Tiroler Zuschauer auf der anderen Seite des grünen Rasens.

Auch dort war eine Handvoll unverbesserlicher Zuschauer vertreten, die, mutig aufgrund des erhöhten Alkoholpegels, über 90 Minuten provozierte. Ob die dritthöchste österreichische Liga solche Bilder braucht, müssen die Verantwortlichen entscheiden. Werbung für die schönste Nebensache der Welt war es in jedem Fall keine. Wieder einmal.

Ach ja – Fußball wurde ja auch noch gespielt. Dabei hatten die Salzburger das bessere Ende für sich. Obwohl die Union rund um Spielmacher Safet Todorovic, engagiert begann. Doch einen Fehler in der Abwehr nützte Marko Vujic (16.) eiskalt aus. Die Innsbrucker ließen sich davon aber nicht beirren und schafften durch Routinier Armin Hobel mit dem Pausenpfiff den verdienten 1:1-Ausgleich.

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Nach dem Seitenwechsel nahm das spielerische Niveau immer mehr ab. Schlussendlich wollten die Salzburger den Sieg etwas mehr – Vujic besorgte das entscheidende Tor zum 2:1-Sieg für die Gäste.

Dank des 3:2-Sieges von Anif in Altach verkürzte die Truppe von Trainer Baur den Abstand auf Wattens auf einen Punkt.


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