Mit Googles Brillen in die Welt des Terminators eintauchen

Googles Project Glasses macht Smartphones überflüssig. Mit den Brillen können Träger telefonieren, navigieren, fotografieren, suchen und finden und überhaupt: Den Anwendungen sind kaum Grenzen gesetzt.

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San Francisco – „Scan Modus“, der Typ im Blickfeld mit seinem zottligen Haar und der Lederjacke ist ins Visier des Terminators geraten. Dieser ist gerade, verkörpert vom jetzt nackten Arnold Schwarzenegger, auf der Erde gelandet. Sein Auftrag: Die Rebellion der Menschen gegen die Maschinen in der Zukunft bereits in unserer Gegenwart im Keim zu ersticken.

Die erste Aufgabe ist recht banal. Der Terminator braucht Kleidung. Der Mann mit der Lederjacke, den die Maschine ins Visier genommen hat ist ein „Match“, passt also von Statur und Größe. Das sagt dem Terminator sein Rechner, der visuelle Daten aus der mit der Leistungsfähigkeit von Computer-Chips verbindet. Ergo: Der Terminator „bedient“ sich an dem Mann, der für ihn nichts mehr ist, als ein wandelnder Kleiderständer.

Reale Welt verschmilzt mit digitalen Anwendungen

Diese Vision von James Cameron aus dem Jahr 1984 ist im Jahr 2012 aktueller denn je. Dass das Verschmelzen von realer Welt und digitaler Anwendung vor den eigenen Augen hervorragend funktionieren kann, zeigt Google in einem ersten Video, das den Funktionsumfang von „Google Glasses“ zeigt. Die Bilder sind spektakulär.

Und für viele Menschen könnten Brillen von Google bald zum Begleiter im Alltag werden. Denn geht es nach dem Suchmaschinen-Giganten, sollen erste marktreife Geräte nicht mehr lange auf sich warten lassen.

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Erhalten die Brillen aus dem Google-Konzern annähernd die gezeigten Funktionalitäten, dann steht den Menschen wohl eine weitere Revolution in der Art und Weise, wie sie mit Technik interagieren bevor.

Statt im Smartphone nach Routen zu suchen, Freunde via soziale Netzwerke zu kontaktieren, den Wetterbericht herunterzuladen oder einfach zu telefonieren oder zu skypen, soll all das mit der Brille möglich sein.

Bilder und ein Video aber wenige Details

Um das Forschungsprojekt von Google gab es bereits längere Zeit Gerüchte. Nun hat der Konzern erste Bilder und das Video über einen eigens angelegten Google+ Account veröffentlicht. Doch mehr zu den technischen Details wird noch nicht verraten.

Angeblich soll es aber bereits funktionierende Prototypen geben. Die Brille verfüge demnach über ein Android-Betriebssystem, verbinde sich via UMTS oder 4G mit dem Internet. Zur Ortsbestimmung sei ein GPS-Modul eingebaut. Die Brillengläser dienen als „Bildschirm“ in den die Daten und Funktionen projiziert werden. Zudem sei die Brille mit einer Kamera ausgestattet, mit der man Fotos machen könne.

Marktstart noch ungewiss

Wann genau ein Marktstart möglich sein wird, ist unklar. Dass sich Google allerdings nicht lange Zeit lassen will, liegt auch daran, dass andere Unternehmen – unter anderem Erzrivale Apple – an ähnlichen Projekten arbeiten.

Die Anwendungsmöglichkeiten einer solchen Brille sind groß. Und – um bei der Terminator-Variante zu bleiben: Auch im militärischen Bereich gibt es großes Interesse an solchen Innovationen. Wobei dem Markieren von Zielen hier wohl eine andere Bedeutung zukommen soll, als bei Google Maps.

Die Frage, wie all die Funktionen eines Smartphones in eine Brille passen können, die auch komfortabel zu tragen ist, bleibt indes weitgehend ungeklärt. Wie in den meisten mobilen Geräten könnte hier der Akku die Grenzen des Möglichen setzten. (tt.com)


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