Türkei als Ort für Iran-Atomgespräche fraglich

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Eine Woche vor der geplanten Wiederaufnahme der internationalen Gespräche über das iranische Atomprogramm ist der Ort für ein Treffen weiter unklar. Ein Sprecher des türkischen Außenministeriums sagte am Donnerstag, Istanbul sei als Tagungsort für Gespräche der 5+1-Gruppe - also der UNO-Vetomächte USA, Russland, China, Frankreich und Großbritannien sowie Deutschland - mit dem Iran nicht bestätigt.

„Wir treffen Vorbereitungen. Es ist aber noch nichts endgültig“, sagte er. Bei einem Besuch Ende März in Teheran hatte sich türkische Regierungschef Erdogan um eine friedliche Lösung des Atomstreits bemüht und angeboten, am 13. April Gespräche in Istanbul auszurichten. Der iranische Außenminister Ali Akbar Salehi hatte am Mittwoch den Irak oder China als mögliche Tagungsorte genannt.

Der Westen verdächtigt die Islamische Republik seit Jahren, heimlich Atomwaffen bauen zu wollen. Teheran bestreitet dies. Die letzte Runde der Gespräche des Irans mit der 5+1-Gruppe war im Jänner vergangenen Jahres in Istanbul ohne Durchbruch beendet worden. Ziel der 5+1-Gruppe ist es, den Iran von einer weiteren Anreicherung von Uran im eigenen Land abzubringen. Dieses könnte später auch für den Bau einer Atombombe verwendet werden.


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