Red Bull zu Spekulationen über Machtkampf: Es ändert sich nichts

Nach den Spekulationen um einen möglichen Machtkampf bei Red Bull nimmt der Konzern am Donnerstag Stellung.

  • Artikel
  • Diskussion

Salzburg – Der Energydrink-Hersteller Red Bull hat am Donnerstag Medienberichte über einen möglichen Machtkampf nach dem Tod des Unternehmensgründers Chalerm Yoovidhya als „fantasievolle Spekulationen“ bezeichnet. „Tatsächlich ist das seit Jahrzehnten bestehende allerbeste Einvernehmen zwischen den Partnern unverändert aufrecht, woran sich auch in Zukunft nichts ändern wird“, teilte Red Bull am Donnerstag auf Anfrage der APA mit.

„Es liegt offenbar im Interesse mancher Medien, fantasievolle Spekulationen mit aus dem Zusammenhang gerissenen Informationshäppchen und einer ordentlichen Portion Informationsdefizit zu vermengen und die Melange als Nachrichten zu tarnen“, hieß es in der knappen Stellungnahme. Schließlich wurde noch darauf verwiesen, dass der 61-jährige Sohn und Erbe des Gründers, Chalerm Yoovidhya, in dem Interview, das die Spekulationen ausgelöst hat, selbst wiederholt von „keinen Änderungen“ spreche. Weiter werde man sich entsprechend der Unternehmens-Philosophie nicht zu den Gerüchten äußern.

Auslöser war ein Interview mit Chalerm Yoovidhya in der „Bangkok Post“: „Ich habe geholfen, den Drink von null auf zu entwickeln“, so der Erbe. „Manchmal musste ich mein eigenes Geld einsetzen, um die Firma zu stützen“, sagte der Energydrink-Erbe und reklamierte zumindest einen Teil des Erfolgs für seine Heimat: „Thais haben sowohl das Hirn als auch die Fertigkeiten, um Weltklasseprodukte herzustellen und damit Geld zu verdienen.“

Die zunächst harmlos klingenden Äußerungen seien „insofern bemerkenswert, als die thailändischen Miteigentümer bislang nie öffentlich am Alleinstellungsanspruch von Red-Bull-Boss Dietrich Mateschitz kratzten“, meinte die „Süddeutsche Zeitung“ in einem Bericht am Mittwoch. „Ein Machtkampf bei Red Bull ist aber aufgrund der gegebenen Eigentümerstruktur nicht auszuschließen“ - ein Urteil, dem sich etliche österreichische Medien anschlossen. „Format“ hatte bereits vergangene Woche über das Zeitungsinterview berichtet.

Die Red Bull GmbH gehört zu 49 Prozent Dietrich Mateschitz. Weitere 49 Prozent hält die asiatische TC Agro Trading Company, deren Boss bis zu seinem Tod vor drei Wochen Chaleo Yoovidhya war. Die restlichen zwei Prozent gehören dem Interviewten Chalerm Yoovidhya. Der Energydrink-Hersteller hat im vergangenen Jahr mit 4,6 Mrd. weltweit verkauften Dosen 4,3 Mrd. Euro Umsatz gemacht. (APA)


Kommentieren


Schlagworte