Hypos letzter Meister-Akt mit Vater und Sohn

Stefan Chrtiansky junior tanzt ab Montag (20.15 Uhr) in der wohl letzten Finalserie nach der Pfeife seines gleichnamigen Vaters.

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Von Alex Gruber

Innsbruck –Der Spruch „Wenn der Vater mit dem Sohne ...“ trägt seit über einem Jahrzehnt beim Hypo Tirol Volleyballteam den slowakischen Nachnamen Chrtiansky. Der Senior entwickelte sich als Sportdirektor, Nachwuchschef, meisterlicher Headcoach und vor allem als Mensch zu einer glorreichen Investition, die sich bei fünf gewonnenen Titeln in überhaupt keiner Weise gegenrechnen lässt. Und der Junior diente sich vom Ballbub, Hallenwischer, Maskottchen (im Kostüm von Willy Wiesel), Nachwuchs-und Ergänzungsspieler zur meisterlichen Führungskraft am Parkett hoch. Zeilen, die beim Hypo Tirol Volleyballteam vor dem ersten Match in der Best-of-seven-Finalserie gegen Aich/Dob (Ostermontag/20.15 Uhr in der USI-Halle) einzig und alleine aus Gold geschrieben sind.

„Jedes Jahr ist der Junior ein bisschen wichtiger geworden. Vor zwei Jahren hat er in Wien den Matchball verwandelt und heuer ist er sowieso einer unser wichtigsten Spieler“, fährt der Familienchef seinem Filius (seit 2006/07 bei den Profis) liebevoll übers Haupt. Um zuweilen nicht auf den strengen und mahnenden Blick zu vergessen: „Er weiß, was ich will. Und manchmal muss ich nichts sagen, sondern es genügt ein Blick.“

Am Weg zu Hypos sechstem Vereinstitel insgesamt wird es aller Voraussicht nach die letzte Finalserie für die Chrtianskys im Doppelpack werden. Der Absprung vom hochtalentierten Stammhalter steht unmittelbar bevor, der Vater hat ja auch das Management inne: „Er hat sich einen Namen gemacht. Und mir wäre es am liebsten, wenn er in Italien landet, bei einem guten Trainer und in einer guten Volleyballschule. Frankreich oder Polen wären die nächsten Optionen“, spricht Hypos Headcoach und muss gleichzeitig in zwei Richtungen denken: „Was Hypo betrifft, bin ich schon auf der Suche nach einem Ersatz für ihn.“

Der 22-jährige Junior, mit 205 cm auch der Längste im Hypo-Ensemble, zeigt sich in erster Linie dankbar: „Ich habe 12 Jahre in einer tollen Stadt verbracht, viele Freunde gefunden und habe mich vom Ballkind ganz rauf entwickelt. Ich bin dankbar, dass es so gelaufen ist.“ Was den Transfermarkt betrifft, kommt vor der Titeljagd auch ein ganz klares Statement: „Ich vertraue lieber meinem Vater, der sich super auskennt, als irgendeinem Manager.“

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