Nach Mord an Salzburger in Berlin: Prozess startet am 16. April

Ein 30-jähriger US-Amerikaner wurde von der Staatsanwaltschaft Berlin wegen Mordes an dem Salzburger aus Hallein angeklagt, die 22-jährige Freundin des Hauptverdächtigen wegen Strafvereitelung.

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Salzburg – Neun Monate nach dem spektakulären Mord am Salzburger Tätowierer Raoul Schmidhuber (31) in Berlin startet Mitte April am Landgericht Berlin der Prozess gegen zwei Beschuldigte: Ein 30-jähriger US-Amerikaner wurde von der Staatsanwaltschaft Berlin wegen Mordes an dem Salzburger aus Hallein angeklagt, die 22-jährige Freundin des Hauptverdächtigen wegen Strafvereitelung. Die erste Verhandlung sei für Montag, 16. April, anberaumt, sagte Tobias Kaehne, Sprecher der Berliner Strafgerichte, am Donnerstag zur APA.

Der US-Amerikaner soll die grauenvolle Tat in den frühen Morgenstunden des 6. Juli 2011 in der Wohnung seiner 22-jährigen Freundin in Berlin-Oberschöneweide begangen haben: Er soll Schmidhuber mit einer Axt getötet und den Körper zersägt haben. Die Leiche wurde in die Spree und in einen See in Berlin geworfen. Die sterblichen Überreste waren in Müllsäcken und Koffern verstaut. Ein Fischer fand am 7. Juli die ersten Leichenteile.

Der wegen Mordes Angeklagte stammt aus New York, er arbeitete in Berlin als Tätowierer. Der 30-Jährige wurde noch im Juli verhaftet und hat die grauenvolle Tat bereits gestanden. Als Motiv gab er vor der Polizei „einen Streit unter Betrunkenen“ an. Seine Freundin soll sich an der Beseitigung von Spuren der Tat und von Leichenteilen beteiligt haben. Medienberichten zufolge soll der aus New York stammende Amerikaner etwa 50 mal mit der Axt auf sein Opfer eingeschlagen haben.

Schmidhuber war ein halbes Jahr vor dem Mord von Wien nach Berlin-Pankow gezogen, er arbeitete dort in Tattoo-Studios und in einem Szene-Restaurant. Weitere Prozesstage werden noch in der nächsten Woche fixiert. (APA)


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