Aus Silofolie wird ein Plastikkübel

Verantwortungsvoller Umgang mit Ressourcen in der Landwirtschaft: 3555 Tonnen wiederverwertete Agrarfolie sammelte der Maschinenring in Tirol.

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Innsbruck –Siloballen beinhalten eine wichtige, natürliche Futterquelle für Rinder. Bei der Ernte wird das leicht angewelkte Gras in Rundballen gepresst und anschließend luftdicht mit einer Poly­ethylenfolie eingewickelt. Das Material vergärt zu Silage und bietet das ganze Jahr über hausgemachtes Futter für Rinder. Neben den vielen Vorteilen hat diese Art der Futtererzeugung jedoch auch einen Nachteil: Nachdem die Folien aus hygienischen und praktischen Gründen nicht wiederverwendet werden können, fällt jedes Jahr eine große Menge an Kunststoffmüll an.

Der Maschinenring bietet schon seit über zehn Jahren eine Lösung dieser Frage. Zu diesem Zweck organisiert er tirolweit, jeweils im Frühling und im Herbst, die Agrarfoliensammlung. Landwirte sammeln am Hof ihre gebrauchten Kunststofffolien und bringen sie zu den Sammelstellen. Der Maschinenring wickelt die Sammlungen ab und führt die Folien danach einer sinnvollen Verwertung zu. Sie werden beispielsweise zu Blumentrögen, Kübeln, Rohren oder Zaun- und Baumpfählen verarbeitet. Seit 1999 wurden insgesamt 3555 Tonnen Material gesammelt und einer Wiederverwertung zugeführt. Im Vorjahr haben sich 2314 bäuerliche Betriebe beteiligt und 255 Tonnen Kunststoff abgegeben. Die Agrarfoliensammlung ist eine Dienstleistung für Tiroler Bauern und versucht, die Entsorgung auf eine ökonomisch und ökologisch sinnvolle Weise zu lösen. Sammeltermine sind auf www.maschinenring.at/tirol zu finden. (TT)


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