Russische Journalistin Milaschina brutal zusammengeschlagen

„Sie prügelten uns wie Tiere, schlugen mir Zähne aus“, berichtete die preisgekrönte Reporterin im sozialen Netzwerk Facebook.

  • Artikel
  • Diskussion

Moskau - In Russland ist erneut eine kritische Journalistin brutal attackiert worden. Jelena Milaschina von der regierungskritischen Zeitung „Nowaja Gaseta“ wurde nach eigenen Angaben am Donnerstag von zwei Unbekannten zusammengeschlagen und beraubt. „Sie prügelten uns wie Tiere, schlugen mir Zähne aus“, berichtete die preisgekrönte Reporterin im sozialen Netzwerk Facebook. Sie ist bekannt für ihre Berichte über den Kaukasus und Korruption bei der Polizei.

Die Zeitung meldete, Milaschina und die „Nowaja Gaseta“ gingen zwar davon aus, dass der Überfall nicht mit der beruflichen Tätigkeit der Reporterin zusammenhänge, sondern es „sehr wahrscheinlich“ ein Raubüberfall gewesen sei. Allerdings blieben viele Frage offen, denn die Angreifer hätten offenbar kein Interesse an ihren Wertsachen gehabt, zitierte das Blatt Milaschina.

Der Überfall ereignete sich, als Milaschina mit einem Freund auf dem Weg zu ihrer Wohnung in einer Vorstadt von Moskau war. Die für ihre investigativen Berichte aus der russischen Kaukasusregion bekannte Journalistin fürchtete nach eigenen Worten um ihr Leben. „Sie hätten uns getötet“, wären ihnen nicht drei Frauen zur Hilfe gekommen, die die Angreifer vertrieben hätten, schrieb Milaschina auf Facebook. Erst nach eineinhalb Stunden sei die Polizei am Tatort erschienen. Mit ihr hätten die Beamten nicht gesprochen. (APA/AFP)


Kommentieren


Schlagworte