US-Bezirksrichterin begründet Mindeststrafe für Waffenhändler Bout

New York (APA/sda/dpa) - US-Bezirksrichterin Shira Scheindlin hat das deutlich geringere Strafmaß für den als „Händler des Todes“ berüchtigt...

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New York (APA/sda/dpa) - US-Bezirksrichterin Shira Scheindlin hat das deutlich geringere Strafmaß für den als „Händler des Todes“ berüchtigten russischen Waffenhändler Victor Bout damit begründet, dass die Bout zur Last gelegten Straftaten nur durch eine verdeckte Operation der US-Behörden ausgelöst worden seien. Diese hatte vor vier Jahren zur Festnahme des früheren sowjetischen Offiziers in Thailand geführt.

Bout wurde von einem New Yorker Gericht zur Mindeststrafe von 25 Jahren Gefängnis verurteilt. Die Staatsanwaltschaft hatte eine lebenslange Haft gefordert.

Laut Staatsanwaltschaft wollte Bout einer südamerikanischen Guerillaorganisation für 20 Mio. Dollar Boden-Luft-Raketen verkaufen, die damit US-Helikopter abschießen und Amerikaner töten wollten. Die Richterin sagte, es gebe keinen Beweis dafür, dass Bout diese Straftaten ohne die verdeckte Operation jemals geplant hätte.

Deshalb sei nach dem Schuldspruch einer Geschworenen-Jury wegen terroristischer Aktivitäten die Mindeststrafe von 25 Jahren angemessen. Für drei andere Delikte, darunter die Verschwörung zur Tötung von Amerikanern, bekam er jeweils 15 Jahre. Die Strafen addieren sich allerdings nicht. Zudem ordnete das Gericht eine Geldstrafe von 15 Mio. Dollar an.

Bout, der sechs Sprachen spricht, unterbrach den Staatsanwalt, als dieser erklärte, er habe der Lieferung von Waffen zugestimmt, mit denen Amerikaner getötet werden sollten. „Das ist eine Lüge“, rief er auf Englisch. Auf Russisch fügte er hinzu, er habe „niemals die Absicht gehabt, jemanden zu töten. Gott weiß diese Wahrheit.“


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