Nordkorea droht mit „sofortiger Strafe“ bei Raketenabschuss

Jeder Versuch eines anderen Landes den umstrittenen Raketenstart zu stoppen, werde „erbarmungslos“ bestraft, verlautet es aus Pjöngjang.

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Tokio/Pjöngjang - Vor seinem umstrittenen Satellitenstart hat Nordkorea in scharfem Ton vor einem Abschuss der Trägerrakete durch andere Länder gewarnt. Jeder Versuch, den Satelliten abzufangen, werde als „Kriegsakt“ aufgefasst, hieß es am späten Donnerstagabend in einer Erklärung des nordkoreanischen Komitees für die Friedliche Wiedervereinigung Koreas.

Südkorea und Japan hatten jeweils in den vergangenen Tagen erklärt, sich auf einen möglichen Abschuss der Rakete vorzubereiten, sollte diese oder Teile davon auf ihr Gebiet abzustürzen drohen. Wer immer den Satelliten abfange oder seine Trümmer einsammle, werde von Nordkorea „sofort, resolut und erbarmungslos bestraft“, wurde das nordkoreanische Komitee von den staatlichen Medien des sozialistischen Landes weiter zitiert.

Abschuss am 15. April

Nordkorea will zum 100. Geburtstag des Staatsgründers und „ewigen Präsidenten“ Kim Il-sung am 15. April einen Satelliten ins All schießen. Die USA, Japan und Südkorea sehen darin einen verdeckten Test einer militärischen Rakete, die einen Atomsprengkopf tragen könnte.

Der Satellitenstart soll nach nordkoreanischen Angaben zwischen dem 12. und 16. April an der Westküste des Landes nahe der Grenze zu China erfolgen. Die Flugbahn sei so gewählt worden, dass Raketentrümmer keine Gefahr für die Nachbarländer darstellen würden.

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