Schneller finden mit dem Windows-Startmenü

Kaum jemand weiß, wie praktisch der Startknopf von Windows sein kann. Die darin „versteckte“ Suche lässt sich auch noch stark anpassen.

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Von Georg Holzer

Innsbruck –Oft verzweifeln wir an ganz banalen Dingen. Die Suche in Windows Vista und 7 ist ein Beispiel dafür. Sie kann weit mehr, als viele Anwender meinen würden, und dennoch navigieren die meisten Nutzer mit der Maus wild von einem Ordner zum anderen, um zu gewünschten Programmen oder Dateien zu gelangen. Der weitaus schnellere Weg ist die Suche über das Startmenü. Dazu klickt man links unten auf den Startknopf, worauf unter den Programmsymbolen ein Suchfenster auftaucht. Noch schneller geht das, indem man auf der Tastatur die Windows-Taste drückt und gleich mit dem Tippen beginnt. Sekundenbruchteile später werden die Treffer angezeigt (siehe Bild rechts unten). Gefunden werden Programme, Einträge in der Systemsteuerung oder Dokumente.

Windows durchsucht die Festplatte nicht nur nach Dateinamen, sondern auch nach dem Inhalt von Dokumenten. Wer nicht mehr weiß, wo eine Datei abgelegt ist oder wie sie heißt, sich aber noch an ein markantes Wort oder einen Namen darin erinnern kann, hat gute Chancen, das verloren geglaubte Dokument wiederzuentdecken.

Wird das Gesuchte nicht in den ersten Treffern aufgelistet, zeigt man mit einem Klick auf „Weitere Ergebnisse anzeigen“ alle Treffer an und verfeinert die Suche weiter. Um die Suche schon hier einzugrenzen, klickt man auch auf die Wörter Programme, Dokumente, Dateien oder Systemsteuerung. In dem sich öffnenden Explorer nimmt man mit Hilfe des Suchfelds (rechts oben im Fenster) weitere Einschränkungen vor. So lässt sich festlegen, ob eine Word-Datei gesucht wird und in welchem Zeitraum sie verfasst wurde.

Das alles lässt sich weiter verbessern und anpassen. Die von Microsoft getroffenen Voreinstellungen passen nicht zu jedem Nutzer. In den „Indizierungsoptionen“ (Start wieder mit Hilfe der Windows-Suche) kann man spezielle Ordner in die Suche einbeziehen. Das ist beispielsweise dann sinnvoll, wenn man ein Dateiarchiv auf eine externe Festplatte ausgelagert hat.

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Mit einem Klick auf „Erweitert“ lassen sich einzelne Dateitypen von der Suche ausschließen. Windows durchsucht standardmäßig alles – sogar Dateien, die man bestimmt nie suchen würde (XML, Photoshop-Filter etc.). Das Problem dabei: Weil Windows alles und jedes indiziert, braucht dies unnötig Ressourcen. Der Ausschluss nicht benötigter Dateitypen verringert nicht nur irrelevante Suchtreffer, sondern erhöht auch das Tempo geringfügig. Die Festplatte wird nämlich im Hintergrund unablässig frisch indiziert.

Der Startknopf von Windows kann aber noch mehr. Nach ein paar Anpassungen lässt sich nach dem Drücken der Windows-Taste und der Eingabe eines Begriffs auch googeln. Die dafür nötige Anleitung gibt‘s unter youtu.be/nKj0I8nUn80. Praktisch: Firmen brauchen dies nur einmal einzurichten und schon funktioniert das für alle Mitarbeiter (so sie Windows 7 oder Vista nutzen).

Der Profi auf der Tastatur verwendet spezielle Suchfunktionen. So bringt eine Suche nach „*.xlsx tt“ alle Excel-Dateien, die TT enthalten. Um eine Liste aller großen Dateien zu bekommen, tippt man „größe:sehr groß“ ein. Die neuesten Dateien bekommt man mit „datum:letzte woche“ (jeweils ohne Anführungszeichen).


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