Drei Jahre nach Erdbeben: Gedenken mit Fackelzug in L‘Aquila

Rom (APA) - Mit Fackelzügen haben am Donnerstagabend etwa 10.000 Menschen im mittelitalienischen L‘Aquila der Opfer des schweren Erdbebens i...

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Rom (APA) - Mit Fackelzügen haben am Donnerstagabend etwa 10.000 Menschen im mittelitalienischen L‘Aquila der Opfer des schweren Erdbebens in den Abruzzen vor genau drei Jahren gedacht. An dem 3,5 Kilometer langen Umzug nahmen auch Mitglieder des Zivilschutzes, des Roten Kreuzes und andere Helfer teil. Um exakt 3.32 Uhr, zu dieser Zeit hat damals die Erde gebebt, läuteten in L‘Aquila die Glocken. Dabei wurden die Namen der 309 Todesopfer vorgelesen.

L‘Aquilas Bürgermeister Massimo Cialente dankte „allen, die uns hier so tatkräftig unterstützt haben“. Er wurde aber auch scharf kritisiert. „Die Stadt ist noch immer wie erstarrt und ausgestorben“, sagte eine Einwohnerin. Cialente selbst rief dazu auf, „nach vorn zu blicken“.

Das Erdbeben der Stärke 6,3 auf der Richterskala hatte am 6. April 2009 die Gegend in und um L‘Aquila zerstört. Zehntausende Menschen waren monatelang obdachlos. Viele sind auch heute noch in Notunterkünften, Pensionen und Militärkasernen untergebracht.


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