Nach Kindesentziehung - Steirische Behörden suchen Helfer des Vaters

Graz (APA) - Im Fall einer Kindesentziehung vom Dienstag in Graz, als ein 40-jähriger Däne den gemeinsamen fünfjährigen Sohn der Mutter entr...

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Graz (APA) - Im Fall einer Kindesentziehung vom Dienstag in Graz, als ein 40-jähriger Däne den gemeinsamen fünfjährigen Sohn der Mutter entrissen und nach Dänemark gebracht hatte, gab es laut Staatsanwaltschaft Graz am Freitag keine neuen Entwicklungen. Bis nach Ostern werde es wahrscheinlich auch keine mehr geben. Die polizeilichen Ermittlungen würden jenen unbekannten Mann miteinschließen, der die Mutter festhielt, während der Vater den Buben in ein Mietauto geschafft hatte. Die Mutter sagte in einem Interview, sie fürchte, ihr Sohn könnte durch die Aktion des Vaters traumatisiert werden.

Der Sprecher der Staatsanwaltschaft Graz, Hansjörg Bacher, sagte am Freitag gegenüber der APA, dass die Mutter den Helfer ihres Mannes bei der Kindesentziehung nicht wirklich erkannt habe. Man werde sich diesbezüglich an die dänischen Behörden wenden, allerdings werde über die Osterfeiertage nicht viel geschehen. Sowohl dänische als auch österreichische amtliche Stellen hatten bereits am Donnerstag versichert, in der Sache keinen unnötigen Druck aufzubauen.

Die Mutter des Fünfjährigen sagte in einem Interview mit ORF Steiermark am Donnerstagabend, sie sei in Dänemark allein erziehende Mutter mit einem 40-Stunden-Job gewesen und sie habe sich „eben für mich und meinen Sohn entscheiden“ müssen: „Was ist das Beste für unsere Zukunft?“ Sie fürchte auch, ihr Sohn könnte durch die Aktion des Vaters traumatisiert worden sein. Der Bub habe gesehen, wie seine Mutter von einem ihm fremden Mann festgehalten worden sei, und sie daran hinderte, zum Buben zu gelangen, und wie sie geschrien habe.

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