Salzburg in schwarzgrüner Hand

Der FC Wacker Innsbruck strebt auch im heutigen Westderby ab 16 Uhr gegen Tabellenführer Salzburg einen Punktgewinn an. Rund 2000 Tiroler Fans werden heute in der Red-Bull-Arena erwartet.

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Von Wolfgang Müller

Innsbruck –Eine Tiroler Invasion kündigt sich heute über das Deutsche Eck Richtung Salzburg an – „Die Nachfrage war gigantisch. Ich rechne mit über 2000 Wacker-Fans, die in der Red-Bull-Arena den Ton angeben werden“, ist Geschäftsführer Gerald Schwaninger überzeugt, dass das EURO-Stadion in Wals-Siezenheim fest in schwarzgrüner Hand sein wird. Mit dem Rückhalt von der Tribüne und gehörigem Selbstvertrauen will der FC Wacker an die letzten beiden Gastspiele in der Mozartstadt anknüpfen und ab 16 Uhr die Europacupplätze weiter fest im Visier behalten. Die Statistik belegt das schwarzgrüne Selbstbewusstsein – nur zwei Niederlagen in den vergangenen zwölf Runden, in den letzten fünf Auswärtsspielen kassierte man nur ein einziges Gegentor.

„Salzburg ist logischerweise Favorit, doch wir haben die Gewissheit, dass wir gegen jeden Titelkandidaten unsere Möglichkeiten haben“, dämpft Walter Kogler übertriebenen Optimismus, aber von Tiefstapelei ist der Wacker-Coach trotz der Ausfälle von Peter Hackmair, Thomas Bergmann und Carlos Merino auch weit entfernt: „Verstecken werden wir uns sicher nicht. Im Gegenteil.“ Der 3:2-Sieg vor einem Jahr sowie das 1:1 im Herbst sind für Kogler „nur schöne Erinnerungen“, das 1:1 im Frühjahr im Tivoli eine Warnung: „Da haben wir viel falsch gemacht.“ Torhüter Szabolcs Safar macht sich auf einen arbeitsreichen Nachmittag gefasst, hofft aber trotzdem, dass seine Vorderleute die Chancen des Tabellenführers auf ein erträgliches Maß reduzieren können: „Nur nicht zu defensiv auftreten, sonst geraten wir zu sehr unter Druck.“ Was auch ganz im Sinn von Linksverteidiger Alex Hauser ist: „Wer nichts riskiert, gewinnt auch nichts. Wir dürfen sie nicht ins Spiel kommen lassen.“ Marcel Schreter hat das Rezept, die Bullen einmal mehr zu ärgern, parat: „So spielen wie zuletzt gegen Rapid und Kapfenberg. Wir müssen uns was zutrauen, dann haben wir erneut eine Chance. Ein Punkt wäre gut, ein Sieg super. In diesem Spiel ist alles möglich.“

Der Respekt des Tabellenführers ist den Tirolern gewiss: „Das 2:3 im Vorjahr hat uns die Meisterschaft gekostet. Das zeigt, wie stark sie sind“, meinte Bullen-Coach Ricardo Moniz, der bei seiner Truppe ein grundlegendes Problem ortet: „Die Chancenverwertung passt einfach nicht.“ Dennoch soll Stürmerstar Jonathan Soriano erneut hängend hinter Speerspitze Stefan Maierhofer aufgeboten werden. Jakob Jantscher kehrt nach Sperre zurück, dazu dürfte Leonardo wieder in der Startformation stehen. Neben Regisseur Christoph Leitgeb und Alan fehlen den Salzburgern auch die Defensivspieler Franz Schiemer und Rasmus Lindgren verletzt. „Wir müssen die drei Punkte holen. Jeder weiß, dass es jetzt um den Titel geht. Jeder erwartet von uns, dass wir Meister werden“, versichert Abwehrchef Ibrahim Sekagya. Dass der Druck auf das Dosenteam ein Vorteil für den FC Wacker sein könnte, relativiert FCW-Coach Kogler postwendend: „Das ist doch nichts Neues für dieses Team. Die haben doch das ganze Jahr diese Belastung.“

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