Österreichs Gletscher müssen laut Expertin derzeit „fasten“

Innsbruck (APA) - Österreichs Gletscher befinden sich derzeit offenbar im Fastenzustand. Der zunehmende Abbau der Zungen in den vergangenen ...

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Innsbruck (APA) - Österreichs Gletscher befinden sich derzeit offenbar im Fastenzustand. Der zunehmende Abbau der Zungen in den vergangenen Jahren habe nämlich auch einen positiven Effekt, weil sich die Gletscher dadurch „automatisch in das Kalte“, also in höhere Lagen, zurückbilden, erklärte die Leiterin des Alpenverein-Gletschermessdienstes, Andrea Fischer, am Freitag im APA-Gespräch am Rande der Vorstellung des „Gletscherberichts 2010/11“ in Innsbruck.

Dadurch könnten sie sich wieder stabilisieren, sagte Fischer. Die Eisriesen würden jedenfalls voraussichtlich auch noch in 100 Jahren existieren, meinte die Expertin.

Denn um die 200 bis 300 Meter dicken Gletscher vollständig abzubauen, dauere es schon bis zu 200 Jahre. Selbst wenn die Gletscher doppelt so schnell schmelzen würden und überhaupt kein Schnee mehr falle, seien rund 50 Jahre nötig, um sie vollständig zum Verschwinden zu bringen, sagte die Gletscherforscherin. „Die Gletscher werden aber ohne Zweifel weiter zurückgehen, unabhängig vom Wetter der nächsten Jahre“, stellte Fischer klar.

Die Gletscherzungen würden nicht mehr dem heutigen Klimazustand entsprechen und darum von den Gletschern mehr und mehr abgebaut werden. Die großen Ferner würden darunter am meisten leiden. „Der Zungenabbau ist wie ein Gesundschrumpfen“, erklärte die Gletscherforscherin.

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