Neue Website: Gartlehner startet Image-Korrektur

Der SP-Abgeordnete Kurt Gartlehner will den Bürgern mit seiner neuen, transparenten Website Einblicke in seine politischen und unternehmerischen Aktivitäten ermöglichen.

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Wien – Der frühere SP-Technologiesprecher Kurt Gartlehner Gartlehner versucht nun einen Image-Neustart. Der vormalige SPÖ-Telekommunikationssprecher hat am Karfreitag eine neue ganz in Schwarz gehaltene Website auf den Weg gebracht. Er wolle den Bürgern die Möglichkeit geben, Einblicke in seine politischen, aber auch unternehmerischen Aktivitäten zu nehmen, schreibt der Nationalratsabgeordnete auf der Startseite von http://web.gartlehner.at/.

Als Gründe, seine Unterlagen offen zu legen, führt Gartlehner unter anderem an, dass er nicht von anderen Parteien als „schwarzes Schaf“ der SPÖ instrumentalisiert werden wolle sowie dass er einen Fehler in der Auswahl seiner Geschäftspartner gemacht habe und dafür die Verantwortung übernehmen werde. Sorglos und falsch habe er allerdings nicht gehandelt, betont Gartlehner.

Aktuell liegt der unternehmerische Schwerpunkt Gartlehners nach Angaben auf seiner Homepage auf Erneuerbaren Energien: „Er unterstützt auf Erfolgsbasis Erfinder und kleine Unternehmen mit hohem Innovationspotenzial.“ Angetan haben es dem SPÖ-Mandatar dabei Projekte wie „Hühnermist zu Energie“ oder „industrielle Algenzucht“.

Dass der ehemalige Telekom-Sprecher der SPÖ geschäftlich auch gute Beziehungen zum früheren Telekom-Lobbyisten Peter Hochegger und dessen Firma „Valora“ hatte, wird nicht verschwiegen. Freilich werden keine Projekte angegeben, die mit Telekommunikation zu tun haben. Vielmehr ging es laut Gartlehner unter anderem um Windparkprojekte in Albanien, Rumänien, Ungarn und Lettland sowie um die Erzeugung eines hochwertigen Honig-Riegels, der es letztlich aber nicht zur Marktreife brachte.

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Bestreitet weiter Telekom-Geschäftsbeziehung

Gartlehner bestreitet weiter, eine Geschäftsbeziehung mit der Telekom Austria gehabt zu haben. Dass er der Telekom im Jahr 2007 von ihm hergestellten Honig als „Breitband-Lebenselixier“ für Marketing-Zwecke verkaufen wollte, begründete Gartlehner in einer Aussendung am Freitag damit, dass er als seinerzeitiger Schriftführer des Vereines Nationalpark Bienenwirte „Wabe“ von den Mitgliedern den Auftrag gehabt habe, bei größeren Firmen in Wien zu akquirieren.

„Ich habe nicht als Unternehmer gehandelt, sondern als Mitglied und Funktionär des Imkervereines. Den Breitband-Honig (diese Idee stammt von mir) hätte der Imkerverein Wabe verkauft, mit einem Aufschlag von 1 Euro für die Vereinskasse. Das Geschäft kam nie zustande“, so Gartlehner, der über 100.000 Euro vom Telekom-Lobbyisten Peter Hochegger erhalten hatte.

Dass er der Telekom zudem die Ideen einer Mobiltelefon-Notfallbatterie ans Herz gelegt hat, erklärte Gartlehner ähnlich. Er habe auf Bitte eines Unternehmers den Kontakt zur TA hergestellt.

Der Abgeordnete betonte abermals, dass er „zu keiner Zeit irgendeine Geschäftsbeziehung“ mit der Telekom gehabt habe, sondern für Hochegger „Windprojekte“ betreut habe.

Gartlehner ist ein Urgestein der oberösterreichischen SPÖ, als deren Vertreter er schon seit 1990 im Nationalrat sitzt. Beim nächsten Urnengang im kommendem Jahr wird er laut Landesparteichef Josef Ackerl kein Mandat mehr bekommen.

(APA)


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